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Verzierung

Groppo

Alte, mordentartige Verzierung aus vier schnellen, gleich langen Noten, die um einen Grundton kreisen.

Was es bedeutet

Der Groppo, italienisch für „Knoten“, ist eine alte Verzierung, die aus vier schnellen, gleich langen Noten besteht. Diese kreisen um einen Grundton, etwa in der Folge Hauptton, obere Nebennote, Hauptton, untere Nebennote. Wie beim Mordent wird dadurch ein Ton mit schnellen Wechselnoten umspielt.

Musikalische Verwendung

Der Groppo gehört in die italienischen Verzierungslehren des 16. und 17. Jahrhunderts, die reich an Gesangs- und Instrumentalverzierungen waren. Er ist verwandt mit dem später gebräuchlichen Doppelschlag und wird gelegentlich in Ausgaben alter Musik als Bezeichnung für kurze, kreisende Figuren verwendet. Heute ist der Begriff selten und vor allem historisch von Interesse.

Abzugrenzen ist der Groppo vom Mordent, der aus drei Noten besteht und nur nach einer Seite ausschlägt, vom Triller, der einen Ton mit der oberen Nebennote fortlaufend wechselt, und vom Doppelschlag, der meist aus vier oder fünf Noten mit einer bestimmten Anordnung besteht. Der Groppo ist die altertümliche Bezeichnung für die vier Töne umkreisende Figur.

Spielpraxis

Spiele den Groppo leicht und schnell, sodass die vier Noten wie eine einzige Bewegung erscheinen und der Hauptton nicht verloren geht. Übe ihn zunächst langsam, um Reihenfolge und Gleichmäßigkeit zu sichern, und lass ihn dann wie einen kleinen Schwung auf den nächsten Ton zulaufen.