Mordent
Der Mordent ist eine Verzierung: ein schneller Wechsel von der Hauptnote zur unteren Nebennote und zurück zur Hauptnote. Sein Zeichen ist eine kurze Zickzacklinie mit einem senkrechten Strich. Ohne den Strich bedeutet das Zeichen den Pralltriller, der zur oberen Nebennote wechselt.
- Ablauf
- Hauptnote – untere Nebennote – Hauptnote
- Zeichen
- Zickzack mit senkrechtem Strich
- Ohne Strich
- Pralltriller (obere Nebennote)
- Epoche
- Barock
Ein kurzer Schlag nach unten
Die Symbolbibliothek beschreibt den Mordent als Zickzack-Linie mit senkrechtem Strich: ein schneller Wechsel von Hauptnote über untere Nebennote zurück zur Hauptnote. Das Symbol ohne Strich, der Pralltriller, wechsle zur oberen Nebennote. Diese Unterscheidung sei im barocken Repertoire essenziell.
Mordent auf a: a – g – a
Aus der Hauptnote a wird in sehr schneller Folge a, die untere Nebennote g und wieder a. Die untere Nebennote ist markiert. Beim Pralltriller wäre es das h darüber.
| Zeichen | Name | Nebennote |
|---|---|---|
| Zickzack mit Strich | Mordent | untere |
| Zickzack ohne Strich | Pralltriller | obere |
Im Notenarchiv
Klavier
-
Menuett g-Moll aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, BWV Anh. 115 · Klavier · 1 Seite
Das Stück im 3/4-Takt mit zwei b trägt in der Melodie mehrfach das Verzierungszeichen, zum Beispiel in Takt 13 über der ersten Note (Mordent mit senkrechtem Strich); in den Takten 8, 9 und 15 steht dagegen das Zeichen ohne Strich, der Pralltriller. In beiden Fällen steht das Zeichen auf einer Note im Melodieverlauf, nicht nur am Schluss.
Warum die Unterscheidung wichtig ist
Beide Zeichen sehen fast gleich aus, klingen aber verschieden: Der Mordent zieht kurz nach unten, der Pralltriller kurz nach oben, wie ein „Hicks“. Die Bibliothek nennt C. P. E. Bachs „Versuch über die wahre Art, das Clavier zu spielen“ von 1753 als wichtigste Verzierungsschule. Wer ein Barockstück spielt, sollte die Ausführung vorher festlegen und dann konsequent beibehalten.
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Verwandte Begriffe
TrillerDoppelschlagVorschlagNachschlag
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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