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Verzierung

Triller

Der Triller ist ein schneller, regelmäßiger Wechsel zwischen der Hauptnote und der nächsthöheren Note der Tonleiter. Notiert wird er als „tr“, oft mit gewellter Linie. In der Barockmusik und bis in die Klassik beginnt er meist auf der oberen Nebennote; im 19. Jahrhundert setzt sich der Beginn auf der Hauptnote durch.

Zeichen
tr, oft mit gewellter Linie
Wechsel
Hauptnote – obere Nebennote
Barock bis Klassik
beginnt meist auf der oberen Nebennote
19. Jahrhundert
beginnt meist auf der Hauptnote
Typisch an
Kadenzen und Schlusswendungen

Der Wechsel zwischen zwei Nachbarn

Die Symbolbibliothek beschreibt den Triller als schnellen, regelmäßigen Wechsel zwischen Hauptnote und nächsthöherer Note der Tonleiter. Seine Geschwindigkeit hänge vom Tempo und Charakter ab.

Hauptnote c und obere Nebennote d

c d c d c

Der Triller auf c wechselt zwischen c und d. Markiert ist die obere Nebennote. Wie viele Wechsel erklingen, hängt von Tempo, Notenwert und Charakter ab.

Barock und Klassik

Im Barock und bis in die Klassik beginnt der Triller meist auf der oberen Nebennote, im 19. Jahrhundert setzt sich die Hauptnote als Beginn durch. Das ist eine der wichtigsten Unterscheidungen bei Verzierungen, weil das Notenbild beide Fälle gleich zeigt. Mozarts Triller seien sehr präzise notiert; bei Bach müsse der Spieler stilkundig improvisieren, heißt es in der Bibliothek.

Triller am Schluss

Triller markieren oft Kadenzen und Schlusswendungen, besonders in Konzerten. Das passt zur Dominante: Ein Triller auf dem Ton vor dem Schluss hält die Spannung hörbar in der Schwebe, bevor die Kadenz auflöst. Die Seite Kadenzen zeigt, wie der Spannungsbogen aufgebaut ist.

Beispiele aus dem Notenarchiv

Klavier

Zum Üben: Übe den Triller zunächst langsam und gleichmäßig mit Metronom. Steigere das Tempo erst, wenn jede Note gleich lang klingt, wie es die Seite Werkzeuge für alle schnellen Passagen empfiehlt.