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Verzierung

Triller

Schneller Wechsel mit oberer Nebennote.

Was es bedeutet

Der Triller ist der fortgesetzte schnelle Wechsel zwischen dem Hauptton und seiner oberen Nebennote. Er füllt die Dauer des notierten Tons und endet meist mit einem Nachschlag, der in den folgenden Ton überleitet.

Zwei Fragen entscheiden über die Ausführung. Erstens: Beginnt der Triller mit dem Hauptton oder mit der oberen Nebennote? In der Musik des Barock und der Wiener Klassik beginnt er in der Regel mit der Nebennote und auf der Zählzeit, im 19. Jahrhundert überwiegend mit dem Hauptton. Zweitens: Wie schnell wird gewechselt? Das hängt von Tempo, Instrument und Charakter ab und ist nicht festgelegt.

Vom Schneller unterscheidet sich der Triller dadurch, dass der Wechsel wiederholt wird; vom Mordent zusätzlich durch die Richtung, denn dieser wechselt mit der unteren Nebennote. Vom Tremolo unterscheidet er sich durch den Abstand: Beim Triller liegt die Nebennote einen Halb- oder Ganzton entfernt.

Im Notenbild

Das Zeichen ist die Abkürzung tr über der Note, bei längeren Trillern gefolgt von einer Wellenlinie, die die Dauer anzeigt. Ein Vorzeichen über dem Zeichen betrifft die obere Nebennote. Nachschlagsnoten stehen ausgeschrieben als kleine Noten am Ende.

Musikalische Verwendung

Der Triller gehört zu den ältesten und verbreitetsten Verzierungen. Er belebt lange Töne, steht an Kadenzen fast regelmäßig auf der vorletzten Harmonie und dient in virtuoser Musik als Glanzmittel. Auf Instrumenten mit rasch abnehmendem Klang erfüllt er zugleich die Aufgabe, einen Ton hörbar zu halten.

Ab etwa 1800 wird er zunehmend von der Hauptnote aus begonnen. In älteren Quellen erscheint er auch als Kreuz oder als Wellenlinie allein.

Spielpraxis

Lege Beginn, Geschwindigkeit und Nachschlag fest, bevor du übst — Unentschlossenheit ist der häufigste Grund für misslungene Triller. Übe mit gleichmäßigen Werten, etwa als Sechzehntel, bevor du frei trillerst. Halte die Hand locker; Trillergeschwindigkeit entsteht aus Entspannung, nicht aus Kraft. Und plane den Nachschlag innerhalb der Notendauer, damit die Melodie pünktlich weitergeht.