Triller
Der Triller ist ein schneller, regelmäßiger Wechsel zwischen der Hauptnote und der nächsthöheren Note der Tonleiter. Notiert wird er als „tr“, oft mit gewellter Linie. In der Barockmusik und bis in die Klassik beginnt er meist auf der oberen Nebennote; im 19. Jahrhundert setzt sich der Beginn auf der Hauptnote durch.
- Zeichen
- tr, oft mit gewellter Linie
- Wechsel
- Hauptnote – obere Nebennote
- Barock bis Klassik
- beginnt meist auf der oberen Nebennote
- 19. Jahrhundert
- beginnt meist auf der Hauptnote
- Typisch an
- Kadenzen und Schlusswendungen
Der Wechsel zwischen zwei Nachbarn
Die Symbolbibliothek beschreibt den Triller als schnellen, regelmäßigen Wechsel zwischen Hauptnote und nächsthöherer Note der Tonleiter. Seine Geschwindigkeit hänge vom Tempo und Charakter ab.
Hauptnote c und obere Nebennote d
Der Triller auf c wechselt zwischen c und d. Markiert ist die obere Nebennote. Wie viele Wechsel erklingen, hängt von Tempo, Notenwert und Charakter ab.
Barock und Klassik
Im Barock und bis in die Klassik beginnt der Triller meist auf der oberen Nebennote, im 19. Jahrhundert setzt sich die Hauptnote als Beginn durch. Das ist eine der wichtigsten Unterscheidungen bei Verzierungen, weil das Notenbild beide Fälle gleich zeigt. Mozarts Triller seien sehr präzise notiert; bei Bach müsse der Spieler stilkundig improvisieren, heißt es in der Bibliothek.
Beispiele aus dem Notenarchiv
Klavier
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Sonata facile, 1. Satz: Allegro Wolfgang Amadeus Mozart, KV 545 · Klavier · 4 Seiten
Auf der ersten Seite steht in Takt 4 ein „tr“ über einer Melodienote der rechten Hand. Das Zeichen steht ohne Ausführungsangabe, wie in klassischen Ausgaben üblich.
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Menuett B-Dur aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach (1725), BWV Anh. 118 · Klavier · 1 Seite
Zu Beginn des zweiten Teils, nach den Wiederholungszeichen, steht ein „tr“ über einer Note der rechten Hand. Das Notenbild zeigt das Zeichen ohne Ausführungsangabe; der Spieler muss die Barockpraxis kennen.
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Verwandte Begriffe
MordentDoppelschlagVorschlagNachschlagKadenzDominanteTonika
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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