Nachschlag
Triller- oder Verzierungsende.
Was es bedeutet
Als Nachschlag bezeichnet man die kurzen Töne, die eine Verzierung abschließen — vor allem die beiden Töne, mit denen ein Triller in den folgenden Ton mündet: untere Nebennote und Hauptton, bevor die Melodie weitergeht. Ohne diesen Abschluss endet ein Triller offen, was in vielen Zusammenhängen unbefriedigend wirkt.
Der Begriff wird zudem allgemeiner gebraucht: für kleine Töne, die einem Hauptton nachgestellt sind und rhythmisch zu ihm gehören, nicht zum folgenden. Damit ist der Nachschlag das Gegenstück zum Vorschlag, der dem Hauptton vorangeht.
ein Nachschlag dem Hauptton Zeit entnimmt, nicht dem folgenden Ton. Er wird also am Ende der Notendauer gespielt.
Im Notenbild
Notiert wird der Nachschlag entweder ausgeschrieben als kleine Noten nach dem Hauptton oder gar nicht — bei Trillern gehört er in vielen Stilen selbstverständlich dazu, auch ohne Zeichen. Manche Ausgaben zeigen ihn durch einen kleinen Haken am Ende der Trillerwellenlinie an. Wo er nicht gewünscht ist, findet sich gelegentlich ein ausdrücklicher Hinweis.
Musikalische Verwendung
Der Nachschlag verbindet die Verzierung mit dem Weiteren und sorgt dafür, dass ein Triller nicht abbricht, sondern in die Melodie zurückführt. In Kadenzen ist er fast unverzichtbar, weil dort der Triller auf einem langen Ton steht und aufgelöst werden muss. In Trillerketten entfällt er bei den mittleren Gliedern und steht nur am Schluss.
Der Nachschlag besteht meist aus zwei kleinen Noten und leitet zum nächsten Hauptton über. Er schließt vor allem Triller elegant ab. ## Spielpraxis
Spiele den Nachschlag innerhalb der Dauer des Haupttons und nicht auf Kosten des folgenden — sonst kommt die Melodie zu spät. Halte ihn leicht und im selben Tempo wie die vorangehende Verzierung, damit kein Bruch entsteht. Plane ihn von Anfang an mit, statt ihn anzuhängen. Und prüfe im Vorwort der Ausgabe, ob Triller in diesem Stil grundsätzlich mit Nachschlag zu spielen sind.