Gusli
Russische Brettzither mit gezupften Saiten.
Was es bedeutet
Die Gusli ist eine russische Brettzither mit gezupften Saiten. Über einen flachen, flügel- oder trapezförmigen Resonanzkasten sind mehrere Saiten gespannt, die die Spielenden mit den Fingern zupfen oder mit den Nägeln anschlagen. Gespielt wird sie meist auf dem Schoß oder auf einem Tisch.
Musikalische Verwendung
Die Gusli gehört zu den ältesten Instrumenten der ostslawischen Musik und ist seit dem Mittelalter belegt, etwa in Novgorod. Sie begleitete Sänger, die Heldenlieder, die Bylinen, vortrugen; bekannt ist die Gestalt des Gusli-Spielers Sadko. Es gibt Bauformen mit fünf bis über dreißig Saiten, und moderne Konzertguslis werden in Orchestern russischer Volksinstrumente gespielt.
Abzugrenzen ist die Gusli von der Gusla, dem einsaitigen Streichinstrument des Balkans, und von der finnischen Kantele, mit der sie verwandt ist, sowie von der Zither im engeren Sinn, die ein Griffbrett besitzt. Sie ist eine reine Zupf- oder Schlagzither ohne Griffbrett.
Spielpraxis
Zupfe die Gusli mit gleichmäßigem Anschlag und lasse die Saiten frei schwingen, denn ihr Klang lebt vom Nachklang. Übe zunächst einfache Melodien und Akkordbrechungen und dämpfe mit der Hand, wenn ein Ton nicht weiterklingen soll.