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Instrument

Hawaiian Steel Guitar

Auf den Knien liegende Gitarre mit Glasstab.

Was es bedeutet

Die Hawaiian Steel Guitar wird waagerecht gespielt: Das Instrument liegt auf den Knien oder auf einem Ständer, die Saiten weisen nach oben. Statt sie auf ein Griffbrett zu drücken, führt die linke Hand einen Stab aus Metall oder Glas über den Saiten, der sie an der gewünschten Stelle berührt und so die schwingende Länge bestimmt. Die rechte Hand zupft, oft mit Fingerpicks. Weil der Stab nicht an Bünde gebunden ist, sind stufenlose Übergänge möglich. Die Saitenlage ist hoch eingestellt, die Stimmung meist offen, sodass die leeren Saiten einen Akkord ergeben.

Musikalische Verwendung

Die Spielweise entstand auf Hawaii im späten 19. Jahrhundert und verbreitete sich von dort weiter; sie prägte die hawaiische Musik und wirkte auf zahlreiche Stile der Popularmusik. Charakteristisch ist das gleitende Verbinden der Töne, das der menschlichen Stimme nahesteht, zusammen mit einem starken Vibrato, das aus einer Pendelbewegung des Stabes entsteht. Aus derselben Wurzel entwickelten sich elektrisch verstärkte Lap-Steel- und Pedal-Steel-Gitarren, bei denen Pedale und Kniehebel einzelne Saiten während des Klingens umstimmen. Von der Slide-Technik auf der normal gehaltenen Gitarre unterscheidet sich die Steel Guitar durch Haltung und Saitenlage.

Spielpraxis

Halte den Stab genau über dem Bundstab, nicht dahinter, denn dort liegt die richtige Tonhöhe; kontrolliere die Intonation ständig mit dem Ohr, da keine Bünde helfen. Führe ihn mit geringem Druck und parallel zu den Bünden, sonst entstehen unsaubere Doppelklänge. Das Vibrato kommt aus einer kleinen, gleichmäßigen Pendelbewegung des Handgelenks. Dämpfe hinter dem Stab mit den Fingern der linken Hand und vor dem Anschlag mit dem Handballen der rechten, sonst klingen alle Saiten durcheinander. Wähle die offene Stimmung passend zum Stück und notiere sie, damit du sie wiederfindest.

die Intonation vollständig in deiner Hand liegt: Ohne Bünde entscheidet die Position des Stabes über jeden Ton, und schon geringe Abweichungen sind in Doppelgriffen hörbar. Übe deshalb zweistimmige Passagen langsam gegen einen gehaltenen Bezugston. Plane die Führung des Stabes so, dass Wege kurz bleiben, und nutze offene Saiten als Ruhepunkte. Achte auf die Saitenlage: Ist sie zu niedrig, schlägt der Stab auf die Bünde. Prüfe bei elektrischen Instrumenten die Abnehmerhöhe, weil sie die Ansprache verändert.