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Blechbläser

Inventionshorn

Naturhorn mit auswechselbaren Bögen (Inventionen), um 1750 verbessert, zum Umstimmen in verschiedene Tonarten.

Was es bedeutet

Das Inventionshorn ist ein Naturhorn, das mit auswechselbaren, unterschiedlich langen Rohrbögen, den sogenannten Inventionen, ausgestattet ist. Durch Austauschen dieser Bögen ließ sich das Instrument in verschiedene Tonarten umstimmen, ohne dass ein anderes Horn benötigt wurde.

Musikalische Verwendung

Die Verbesserung wird um 1750 dem Dresdner Hornisten Anton Joseph Hampel zugeschrieben, der damit auf die praktischen Grenzen des starren Naturhorns reagierte, das nur in einer festen Tonart spielbar war. Da das Horn weiterhin ohne Ventile auskam, blieben nur die Töne der Naturtonreihe verfügbar; Hampel entwickelte zugleich die Stopftechnik mit der rechten Hand im Schallbecher, um zusätzliche Zwischentöne zu erzeugen. Das Inventionshorn wurde zum Standardinstrument der Klassik, bis es im 19. Jahrhundert vom Ventilhorn abgelöst wurde.

Abzugrenzen ist das Inventionshorn vom einfachen Naturhorn ohne Wechselbögen, das für jede Tonart ein eigenes Instrument benötigte, und vom späteren Ventilhorn, bei dem Ventile statt gewechselter Bögen die Tonart und die spielbaren Töne bestimmen. Auch vom heutigen Doppelhorn in F und B unterscheidet es sich grundlegend im Bauprinzip.

Spielpraxis

Wenn du ein Inventionshorn spielst oder eine historische Aufführung hörst, achte auf den Klangunterschied zwischen offenen Naturtönen und gestopften Tönen, die gedämpfter und etwas anders in der Klangfarbe wirken. Übe den Wechsel der Bögen als festen Teil der Vorbereitung, da er die spielbare Tonart des ganzen Stücks bestimmt.