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Vokal

Kehlkopf

Stimmorgan; die schwingenden Stimmlippen erzeugen als „Polsterpfeife“ den Grundton der menschlichen Singstimme.

Was es bedeutet

Der Kehlkopf ist das Organ im Hals, in dem sich die Stimmlippen befinden und das den Grundton der menschlichen Stimme erzeugt. Beim Sprechen und Singen wird die Luft aus der Lunge durch die enge Öffnung zwischen den Stimmlippen, die Glottis, gepresst, wodurch diese wie eine „Polsterpfeife“ zu schwingen beginnen und einen Ton erzeugen.

Musikalische Verwendung

Der Kehlkopf besteht aus mehreren Knorpeln, Muskeln und Bändern, die Länge, Spannung und Stellung der Stimmlippen fein regulieren können. Diese Regulierung bestimmt Tonhöhe und Klangfarbe der Stimme und ermöglicht den Wechsel zwischen Registern wie Brust- und Kopfstimme. Der Kehlkopf verändert seine Größe und Lage während der Entwicklung, was etwa beim Stimmbruch in der Pubertät zu einer deutlichen Tonhöhensenkung, besonders bei Jungen, führt.

Abzugrenzen ist der Kehlkopf von der Lunge, die den Luftstrom liefert, aber selbst keinen Ton erzeugt, und von den Resonanzräumen in Rachen, Mund und Nase, die den im Kehlkopf erzeugten Grundton klanglich formen und verstärken, aber selbst keine Schwingung im engeren Sinn erzeugen.

Spielpraxis

Achte beim Singen auf einen entspannten, nicht hochgezogenen Kehlkopf, da eine verkrampfte Haltung den Klang einengt und die Stimme ermüdet. Stütze den Ton stattdessen mit dem Atem und der Körperhaltung, damit der Kehlkopf frei schwingen kann.