Klingende Register
Orgelregister, die tatsächlich klingende Pfeifenreihen ansteuern, im Unterschied zu mechanischen Registern wie Koppeln.
Was es bedeutet
Klingende Register sind diejenigen Register einer Orgel, die eine eigene Pfeifenreihe zum Klingen bringen, etwa ein Prinzipal 8′ oder eine Flöte 4′. Der Name grenzt sie von den mechanischen Registern ab, die keinen eigenen Ton erzeugen, sondern nur die Spielweise verändern.
Musikalische Verwendung
Zu den mechanischen Registern zählen vor allem die Koppeln, die ein Manual mit einem anderen oder mit dem Pedal verbinden, sowie Tremulant und Schweller in manchen Klassifikationen. Auf der Registerwalze und in Dispositionslisten werden klingende Register eigens ausgewiesen, weil nur sie zur tatsächlichen Pfeifenzahl einer Orgel zählen. Abzugrenzen sind klingende Register also von Koppeln, die man zwar zieht wie ein Register, die aber keine eigenen Pfeifen ansprechen, sondern lediglich vorhandene Register eines anderen Werks hinzuschalten.
Spielpraxis
Wenn du eine Disposition liest, prüfe, ob eine angegebene Stimmenzahl die Koppeln mitzählt oder nicht — das verändert den Eindruck von der klanglichen Größe eines Instruments erheblich. Für die Registrierung selbst zählt ohnehin nur, wie die klingenden Register zusammenwirken.