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Vokal

Konzertarie

Eigenständige, konzertant angelegte Arie außerhalb einer Oper oder eines größeren Werks.

Was es bedeutet

Eine Konzertarie ist eine für sich stehende Arie mit Orchesterbegleitung, die nicht in eine Oper oder ein anderes größeres Bühnenwerk eingebunden ist, sondern eigens für den Konzertsaal oder als Einlage komponiert wurde.

Musikalische Verwendung

Komponisten schrieben Konzertarien häufig für einzelne Sänger als Gelegenheitswerke, etwa zum Vorsingen, als Geschenk oder zur Erweiterung des Repertoires einer bestimmten Stimme; Mozart hinterließ eine große Zahl solcher Werke für verschiedene Stimmlagen. Eine verwandte Praxis war die Einlagearie, die nachträglich in eine fremde Oper eingefügt wurde, um einem Sänger eine wirkungsvollere Nummer zu geben; die Konzertarie im engeren Sinn ist dagegen von vornherein für den konzertanten, nicht szenischen Vortrag gedacht.

Spielpraxis

Bereite eine Konzertarie wie eine kleine dramatische Szene vor, auch ohne Bühnenhandlung: Text und musikalischer Affekt tragen die Wirkung allein, die Gestik darf dabei zurückhaltender bleiben als auf der Opernbühne.