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Vokal

Arie

Eine Arie ist ein Gesangsstück für eine Solostimme mit Begleitung durch Instrumente oder ein Orchester. Meist gehört sie zu einem größeren Werk wie einer Oper, einer Kantate oder einem Oratorium. Im Englischen heißt sie auch „air“.

Bedeutung
Gesangsstück für eine Solostimme mit Instrumental- oder Orchesterbegleitung
Meist Teil von
Oper, Kantate oder Oratorium; es gibt auch Einzelstücke (Konzertarie)
Wortherkunft
italienisch aria, ursprünglich „Weise“
Englisch
aria, auch einfach „air“
Abgrenzung
Lied

Solostimme mit Begleitung

Die Arie ist ein Gesangsstück für Solo mit Instrumental-, besonders Orchesterbegleitung, in Oper oder Oratorium. Das Wort ist italienisch (aria) und bedeutete ursprünglich „Weise“. Die Begleitung reicht vom reinen Continuo mit Laute oder Cembalo über ein kleines Ensemble bis zum großen Orchester. Meist ist die Arie Teil eines größeren Werks, es gibt aber auch Einzelkompositionen, die Konzertarien. Sie gibt Gefühl und Stimmung eines bestimmten Moments wieder.

Vorspiel, dann setzt die Singstimme ein

4 4

Ein eigenes Beispiel, kein Zitat. Die untere Stimme steht für die Begleitung und spielt zwei Takte Vorspiel allein. In Takt 3 setzt die obere Stimme als Singstimme ein (markiert: sieben Noten).

Vorspiel und Einsatz im Notenbild

Bei beiden Blättern im Archiv spielt zuerst allein die Begleitung, dann setzt die Singstimme ein, und die Pausen der Singstimme zählen als Takte mit. In der Fledermaus-Arie im Archiv sind das zwei Takte Vorspiel, ein weiterer Takt Klavier und dann der Einsatz der Singstimme erst auf dem letzten Viertel von Takt 4. Am Ende der Arie zeigen Klammern, dass der letzte Abschnitt beim ersten Durchgang anders schließt als beim zweiten.

BegriffKern der BedeutungBesetzung
ArieGesangsstück für Solo, meist Teil einer Oper, Kantate oder eines Oratoriumseine Solostimme mit Begleitung vom Continuo bis zum großen Orchester
Liedauf eine Melodie gesungenes Gedicht, meist mit mehreren gleich gebauten Stropheneine Person, ein Ensemble oder ein Chor
Aireinfach angelegte Komposition ohne formale Bindung; das Wort geht auf aria zurückvorwiegend Gesang, auch Instrument

Arie, Lied und Air

Gegenüber dem Lied ist die Arie ein Solostück, das fast immer in ein größeres Werk eingebettet ist. „Air“ ist das französische und englische Wort, das auf aria zurückgeht; im Englischen heißt die Arie auch einfach „air“. „Air“ kann zugleich eine einfach angelegte Komposition meinen, die auch instrumental vorgetragen werden kann. Das Archivblatt „Air (Rocco)“ ist ein Fall mit Gesang: Es hat eine Singstimme im Bassschlüssel, Klavier und einen Rollennamen.

Im Notenarchiv

Arie aus „Die Fledermaus“

  • Ich lade gern mir Gäste ein (Aria from Die Fledermaus) Gesang und Klavier, mit Akkorden für Gitarre · 3 Seiten

    Tempoangabe „Allegro non troppo“, Alla-breve-Zeichen, fünf ♭ in der Vorzeichnung. Über der Singstimme steht der Rollenname „Orlofsky“. Die Takte 1 und 2 sind Klaviervorspiel, vor Takt 3 steht ein Wiederholungszeichen, die Singstimme setzt in Takt 4 auf dem letzten Viertel ein. Auf Seite 3 stehen „poco rit.“ in Takt 36, eine Fermate in Takt 38 und danach „a tempo“. Der Schluss hat eine Klammer 1 (Takte 48 und 49) und eine Klammer 2 (Takte 50 und 51).

Air mit Rollenname

Beide Blätter nennen über der Singstimme den Namen einer Rolle, die Stücke sind also für eine Bühnenfigur gesetzt.

Zum Üben: Spiele das Beispiel oben mit der linken Hand als Begleitung und zähle die zwei Takte Vorspiel laut mit. Setze in Takt 3 mit der rechten Hand als Singstimme ein. Das gleiche Zählen brauchst du bei der Fledermaus-Arie bis zum Einsatz in Takt 4.

Häufige Fehler

  • Arie und Lied gleichsetzen: Das Lied ist ein gesungenes Gedicht, die Arie ein Solostück mit Begleitung und meist Teil eines größeren Werks.
  • Air nur als Instrumentalstück verstehen: Das Wort steht auch für den Gesang.
  • Den Einsatz der Singstimme zu früh setzen: Die Takte des Vorspiels zählen mit, auch wenn die Singstimme pausiert.