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Blechbläser

Kunststopf

Hornton, halb gestopft.

Was es bedeutet

Kunststopf bezeichnet eine Technik am Horn, bei der die rechte Hand nur teilweise, nicht vollständig, in den Schalltrichter eingeführt wird. Der entstehende Ton ist gedämpfter als der offene, aber weniger scharf und metallisch als der ganz gestopfte Ton.

Musikalische Verwendung

Während beim ganz gestopften Ton die Handöffnung fast vollständig verschlossen wird, wodurch der Ton messerscharf, oft nasal und etwa einen Halbton höher klingt, bleibt beim Kunststopf ein kleiner Spalt offen, der einen weicheren, gedämpften Klang ohne die typische Tonhöhenverschiebung erzeugt. Diese Zwischenform wird eingesetzt, wenn Komponisten eine gedämpfte, aber nicht schneidende Klangfarbe wünschen; sie erfordert vom Spieler ein feines Gespür für den genauen Grad der Handschließung, um den gewünschten Klang zuverlässig zu treffen. Abzugrenzen ist der Kunststopf sowohl vom ganz gestopften Ton als auch vom Dämpfer, der als separates Bauteil in den Schalltrichter eingesetzt wird und einen wieder anderen, meist helleren Klang erzeugt.

Spielpraxis

Übe den Kunststopf, indem du die Handstellung im Trichter in kleinen Schritten variierst und dabei genau hörst, ab welchem Öffnungsgrad der Ton in den charakteristischen gedämpften Klang kippt, ohne die Tonhöhe merklich zu verändern.