Zum Inhalt springen
Blechbläser

Schalltrichter

Trichterförmige Erweiterung am Ende eines Blasinstruments, die den Klang abstrahlt.

Was es bedeutet

Der Schalltrichter ist die trichterförmig ausladende Erweiterung am unteren, dem Mundstück gegenüberliegenden Ende eines Blasinstruments. In ihm weitet sich die zuvor enge Rohrbohrung stark auf, bevor die Luftsäule das Instrument verlässt.

Diese Aufweitung sorgt dafür, dass die im Rohr schwingende Luftsäule an die umgebende Raumluft angekoppelt wird, statt dass der Schall am Rohrende einfach reflektiert würde.

Musikalische Verwendung

Bei Blechblasinstrumenten wie Trompete, Posaune oder Tuba ist der Schalltrichter besonders ausgeprägt und trägt maßgeblich zu Lautstärke und Klangfarbe bei; beim Waldhorn ist er zudem nach hinten gerichtet, wodurch der Klang zunächst indirekt und gedämpfter beim Publikum ankommt und sich leicht mit der Hand oder einem Dämpfer weiter beeinflussen lässt. Auch einige Holzblasinstrumente wie Klarinette und Oboe besitzen einen kleineren Schalltrichter, der vor allem die tiefsten Töne unterstützt.

Die Form des Trichters – eng und lang auslaufend oder kurz und weit geöffnet – beeinflusst, wie stark hohe Obertöne betont werden und wie gerichtet der Klang abgestrahlt wird; ein weiter, schnell aufgeweiteter Trichter klingt tendenziell heller und projiziert stärker in den Raum.

Abzugrenzen ist der Schalltrichter vom Schallloch der Saiteninstrumente: Beide strahlen Klang nach außen ab, doch der Schalltrichter formt eine bereits im Rohr strömende Luftsäule, während das Schallloch eine im geschlossenen Korpus eingeschlossene Luft mitschwingen lässt.

Spielpraxis

Richte den Schalltrichter beim Spielen bewusst zum Publikum oder zur Wand, an der der Klang reflektiert werden soll, da die Abstrahlung stark gerichtet ist. Beim Einsatz eines Dämpfers achte darauf, ihn zentriert und mit gleichmäßigem Abstand einzusetzen, damit der Ton nicht unkontrolliert kippt.