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Moderne

LFO

Niederfrequenzoszillator zur zyklischen Modulation von Klangparametern wie Tonhöhe oder Lautstärke.

Was es bedeutet

LFO steht für Low Frequency Oscillator, Niederfrequenzoszillator. Es handelt sich um einen Schwingungserzeuger, dessen Frequenz meist unterhalb des hörbaren Bereichs liegt, häufig zwischen 0,1 und 20 Hertz. Anders als ein Audio-Oszillator erzeugt der LFO also keinen eigenen Ton, sondern ein periodisches Steuersignal.

Dieses Steuersignal wird auf einen Klangparameter eines Synthesizers oder Effektgeräts geleitet und moduliert ihn zyklisch, etwa in Form einer Sinus-, Dreieck- oder Rechteckschwingung.

Musikalische Verwendung

Wird ein LFO auf die Tonhöhe geleitet, entsteht ein Vibrato; moduliert er die Lautstärke, entsteht ein Tremolo; steuert er die Grenzfrequenz eines Filters, entsteht eine rhythmische Klangfarbenbewegung, wie sie in elektronischer Tanzmusik häufig zu hören ist. LFOs gehören seit den analogen Synthesizern der 1960er- und 1970er-Jahre zur Grundausstattung der Klangsynthese und finden sich heute in praktisch jedem Software- und Hardware-Instrument.

Abzugrenzen ist der LFO vom Hüllkurvengenerator, der einen Parameter ebenfalls über die Zeit steuert, dabei aber einmalig einem Verlauf folgt statt sich periodisch zu wiederholen.

Spielpraxis

Experimentiere an einem Synthesizer damit, denselben LFO nacheinander auf Tonhöhe, Lautstärke und Filter zu leiten, um die unterschiedlichen klanglichen Wirkungen unmittelbar zu vergleichen. Verändere dabei auch die LFO-Geschwindigkeit, um den Übergang von einem langsamen Schweben zu einem schnellen, rhythmischen Flattern zu hören.