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Jazz

Lick

Kurze, einprägsame melodische Phrase, die beim Improvisieren eingesetzt wird.

Was es bedeutet

Ein Lick ist eine kurze, in sich geschlossene melodische Wendung, meist wenige Takte lang, die Instrumentalisten beim Improvisieren einsetzen. Licks werden gehört, memoriert und in unterschiedlichen Tonarten und harmonischen Zusammenhängen wieder verwendet.

Der Begriff stammt aus dem Jazz und der Blues- und Rockmusik, ist aber nicht auf diese Stile beschränkt: Auch in traditioneller Volksmusik gibt es vergleichbare feste Wendungen, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.

Musikalische Verwendung

Solisten bauen sich im Laufe ihrer Ausbildung ein persönliches Repertoire an Licks auf, das sie über typische Akkordfolgen wie den Blues-Zwölftakter oder II-V-I-Wendungen legen und dabei spontan variieren, kombinieren oder rhythmisch verschieben. Das Erlernen von Licks anderer Musiker, oft durch genaues Heraushören von Aufnahmen, ist ein zentraler Bestandteil der Jazzausbildung.

Abzugrenzen ist der Lick vom längeren, durchkomponierten Riff, das meist als wiederkehrende Begleitfigur eines ganzen Stücks dient, sowie vom Motiv im klassischen Sinn, das eher als kompositorischer Grundgedanke denn als improvisatorischer Baustein verstanden wird.

Spielpraxis

Höre dir Soli deiner Vorbilder genau an und versuche, einzelne Licks herauszuhören und nachzuspielen, bevor du sie in eigenen Tonarten übst. Verändere anschließend Rhythmus oder Endnote eines gelernten Licks, damit er nicht zum bloßen Zitat, sondern zu einem flexiblen Teil deines eigenen Vokabulars wird.