Magnificat
Lobgesang Marias (Lk 1,46–55), Teil der Vesper.
Was es bedeutet
Das Magnificat ist der Lobgesang Marias aus dem Lukasevangelium (Lk 1,46–55), benannt nach seinem lateinischen Anfangswort „Magnificat“ (Meine Seele erhebt). Im christlichen Gottesdienst gehört es zu den festen liturgischen Gesängen und wird traditionell in der Vesper, dem Abendgebet, gesungen.
Musikalische Verwendung
Der Text wurde seit dem Mittelalter unzählige Male vertont, zunächst einstimmig in gregorianischen Psalmtönen, später mehrstimmig durch Komponisten wie Palestrina, Monteverdi, Bach oder Vivaldi, bis hin zu zeitgenössischen Werken. Häufig ist das Magnificat in mehrere Abschnitte gegliedert, die unterschiedliche Verse des Textes vertonen und dabei Chor, Solisten und Orchester kombinieren können. Abzugrenzen ist das Magnificat vom Te Deum, einem weiteren liturgischen Lobgesang mit eigenem, nicht-biblischem Text.