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Instrument

Oberwerk

Orgelwerk oberhalb des Hauptwerks.

Was es bedeutet

Das Oberwerk ist eine Teilorgel, ein eigenes Werk mit eigener Windlade und eigenem Manual, das im Orgelgehäuse oberhalb des Hauptwerks steht. Ein Werk ist eine in sich geschlossene Gruppe von Registern, die von einer Klaviatur aus gespielt wird. Das Oberwerk ist eines der Nebenwerke einer größeren Orgel, neben Rückpositiv, Brustwerk und Pedal.

Musikalische Verwendung

In der barocken Orgel steht das Oberwerk oft ein Stockwerk über dem Hauptwerk und ist häufig mit hellen, feinen Registern besetzt, die Melodie und Verzierungen gut hörbar machen. Die Zahl der Werke bestimmt, wie viele Klangebenen die Orgel gleichzeitig anbieten kann, sodass der Spieler zwischen Manualen wechseln oder sie koppeln kann.

Abzugrenzen ist das Oberwerk vom Hauptwerk, dem zentralen, oft kräftigsten Werk der Orgel, vom Rückpositiv, das hinter dem Spieler steht, und vom Schwellwerk der romantischen Orgel, das in einem verschließbaren Kasten steht und die Lautstärke verändern kann.

Spielpraxis

Als Organist nutzt du das Oberwerk für einen deutlich abgesetzten Klang, etwa für ein Solo oder das Echo. Achte auf die Registrierung, damit Oberwerk und Hauptwerk klanglich unterscheidbar bleiben.