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Vokal

Offertorium

Gesang der Messe während der Gabenbereitung.

Was es bedeutet

Das Offertorium ist der Gesang der Messe während der Gabenbereitung, in der Brot und Wein zum Altar gebracht werden. Es steht nach dem Credo und gehört zum Proprium, den Teilen der Messe, deren Text sich je nach Festtag oder Zeit im Kirchenjahr ändert. Der Text stammt meist aus den Psalmen oder aus anderen biblischen Büchern.

Musikalische Verwendung

Im gregorianischen Choral ist das Offertorium ein besonders kunstvoller Gesang mit reichen, oft melismatischen Melodien. Renaissancekomponisten wie Palestrina vertonten Offertorien mehrstimmig für das ganze Kirchenjahr. In Requiem-Vertonungen erscheint das Offertorium als eigener Satz, etwa mit den Texten „Domine Jesu Christe“ und „Hostias“.

Abzugrenzen ist das Offertorium vom Ordinarium missae, den gleichbleibenden Teilen der Messe (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei), und vom Graduale, das nach der Lesung gesungen wird.

Spielpraxis

Wenn du ein Offertorium singst, achte auf die Sprachmelodie des lateinischen Textes und gestalte die längeren Melismen mit ruhigem Atem. Da es sich oft um besinnliche Musik handelt, sollte der Klang weich und gerundet bleiben.