Zum Inhalt springen
Vokal

Ordinarium missae

Die gleichbleibenden Teile der Messe: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei.

Was es bedeutet

Das Ordinarium missae umfasst die gleichbleibenden Teile der katholischen Messe: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus (mit Benedictus) und Agnus Dei. Ihre Texte ändern sich im Lauf des Kirchenjahres nicht, im Gegensatz zum Proprium, dessen Gesänge je nach Fest wechseln.

Musikalische Verwendung

Die fünf Teile des Ordinariums sind der Kern der Messkomposition. Guillaume de Machauts „Messe de Nostre Dame“ (um 1360) gilt als eine der ersten, vom selben Komponisten geschaffenen Vertonungen des gesamten Ordinariums. Später vertonten Josquin, Palestrina, Bach, Mozart, Beethoven und viele andere das Ordinarium in Messen für Chor und Orchester. Das Requiem hat ein eigenes Ordinarium mit anderen Texten.

Abzugrenzen ist das Ordinarium vom Proprium missae, dessen Texte täglich wechseln, etwa Introitus, Graduale und Offertorium.

Spielpraxis

Wenn du eine Messe singst, lerne die lateinischen Texte des Ordinariums auswendig; sie sind bei allen Vertonungen dieselben. Achte auf die Charaktere der fünf Teile: Bitte im Kyrie, Lob im Gloria, Bekenntnis im Credo, Ehrfurcht im Sanctus und Frieden im Agnus Dei.