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Vokal

Agnus Dei

„Lamm Gottes“ – letzter Gesang des Messordinariums.

Was es bedeutet

Das Agnus Dei, lateinisch für „Lamm Gottes“, ist der letzte der fünf feststehenden Gesänge des Messordinariums, also jener Texte der katholischen Messe, die unabhängig vom jeweiligen Kirchenjahr immer gleich bleiben. Der Text bittet Christus als „Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ dreifach um Erbarmen und Frieden und wird traditionell unmittelbar vor der Kommunion gesungen oder gesprochen.

Im Notenbild

In vertonten Messen erscheint das Agnus Dei als eigener, meist abschließender Satz nach Kyrie, Gloria, Credo und Sanctus. Häufig wird der dreifache Ruf „Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis“ zunächst zweimal mit der Bitte um Erbarmen und beim dritten Mal mit der Bitte um Frieden „dona nobis pacem“ vertont.

Musikalische Verwendung

Als Teil des festen Messordinariums wurde das Agnus Dei von zahlreichen Komponisten vertont, von gregorianischen Chorälen über mehrstimmige Messen der Renaissance bis zu groß angelegten Orchestermessen der Klassik und Romantik. Wegen seines Bittcharakters wird der Satz oft ruhig, innig und in gedämpfter Dynamik gestaltet, im Gegensatz etwa zum jubelnden Gloria.

In manchen Vertonungen, etwa in Requiem-Vertonungen, wird der letzte Ruf „dona nobis pacem“ durch „dona eis requiem“ (gib ihnen Ruhe) ersetzt, um dem Kontext der Totenmesse zu entsprechen.