Orgelmetall
Zinn-Blei-Legierung zur Herstellung metallener Orgel-Labialpfeifen; höherer Zinnanteil ergibt besseren Klang.
Was es bedeutet
Orgelmetall ist die Zinn-Blei-Legierung, aus der die meisten metallenen Labialpfeifen der Orgel gefertigt werden. Je nach Mischungsverhältnis unterscheidet sie sich in Härte, Farbe und Klang. Ein höherer Zinnanteil ergibt ein helleres, glänzendes Metall, das die Pfeife stabiler macht und einen brillanten, klaren Klang begünstigt; ein höherer Bleianteil macht das Metall weicher und den Klang dunkler und runder.
Musikalische Verwendung
Der Orgelbauer gießt das Metall zu Platten, schneidet daraus Bleche, rollt sie zu Röhren und lötet sie zusammen. Beim Abkühlen bilden bestimmte Legierungen eine Zeichnung, die Blumenmuster genannt wird. Neben Zinn-Blei kommen Zink, Kupfer und Holz für bestimmte Pfeifen vor, zum Beispiel für große Basspfeifen. Die Wahl des Metalls prägt Klang und Haltbarkeit einer Orgel über Jahrhunderte.
Abzugrenzen ist das Orgelmetall von anderen Pfeifenwerkstoffen wie Holz, das wärmer und weicher klingt, und von reinem Zinn, das teurer ist und besonders glänzend klingt.
Spielpraxis
Als Organist beeinflusst du den Klang nicht über das Metall, wohl aber über die Registrierung. Verstehe, dass Register mit hohem Zinnanteil oft brillanter klingen als solche mit viel Blei, und wähle sie entsprechend zur Klangfarbe des Stücks.