Quintadena
Orgelregister (gedecktes Flötenwerk), das neben dem Grundton leise die Quinte mitklingen lässt.
Was es bedeutet
Die Quintadena, auch Quintatön genannt, ist ein Orgelregister aus der Familie der gedeckten Flöten. Neben dem Grundton klingt deutlich hörbar die Quinte über der Oktave (der dritte Teilton) mit. Dadurch klingt das Register farbig, etwas näselnd und weich. Die Pfeifen sind eng mensuriert und oben gedeckt, meist in 16- oder 8-Fuß-Lage.
Musikalische Verwendung
Die Quintadena gibt dem Orgelklang Farbe, besonders in der Mischung mit anderen Flöten oder den Prinzipalen. Sie war in vielen Orgeln des Barock verbreitet, etwa als 16-Fuß-Register im Hauptwerk, das den Klang mit einem leichten Oberton anreichert. Solo eignet sie sich für ruhige, melodische Passagen.
Abzugrenzen ist sie vom einfachen Gedackt, bei dem der dritte Teilton schwächer hervortritt, und vom Nasat, das die Quinte als eigene Pfeife klingen lässt.
Spielpraxis
Als Organist verwendest du die Quintadena als Farbregister. Kombiniere sie mit anderen Flöten oder schwachen Prinzipalen und achte darauf, dass die Quinte als Beifarbe hörbar bleibt, aber die Melodie nicht überdeckt.