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Notation

Rastral

Werkzeug mit fünf parallelen Federn zum gleichzeitigen Ziehen aller fünf Notenlinien von Hand.

Was es bedeutet

Das Rastral (lateinisch rastrum, „Harke“) ist ein Werkzeug mit fünf parallel angeordneten Federn, das dazu diente, alle fünf Linien eines Notensystems in einem Zug zu ziehen. Es besteht aus einem Griff, an dem die fünf Zeichenfedern in gleichem Abstand befestigt sind. Der Schreiber tauchte es in Tinte und zog es mit einem Lineal über das Papier.

Musikalische Verwendung

Bevor es fertig bedrucktes Notenpapier gab, mussten Schreiber und Komponisten ihre Notensysteme selbst ziehen. Das Rastral erlaubte es, gleichmäßige und gerade Linien schnell zu ziehen; die Breite der Linien und ihr Abstand ließen sich einstellen. Manche Komponisten, Kopisten und Notenstecher nutzten es bis ins 19. Jahrhundert. Handschriften zeigen dabei oft die feinen Spuren der Rastralführung.

Abzugrenzen ist das Rastral vom Notenpapier, dem fertig linierten Papier, das es später ersetzte, und vom Notenstich, bei dem Platten mit Noten graviert werden.

Spielpraxis

Wenn du selbst ein Notensystem ziehen willst, nimm ein Lineal und ein Rastral, bei einem Faltblatt oder einer Zeichnung mit gleichmäßigem Strich. Halte den Druck gleichmäßig, damit alle fünf Linien gleich dick werden.