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Instrument

Rohrflöte

Halbgedecktes Orgelregister mit Röhrchen im Stöpsel, heller klingend als volle Gedecktstimmen.

Was es bedeutet

Die Rohrflöte ist ein Labialregister der Orgel, dessen Pfeifen am oberen Ende mit einem Stöpsel verschlossen sind, in dem jedoch ein dünnes, meist enges Metallröhrchen steckt. Dieses Röhrchen lässt einen Teil der Luftsäule oben austreten und verändert dadurch die Klangfarbe gegenüber einer vollständig gedeckten Pfeife.

Im Notenbild

Wie andere Orgelregister erscheint die Rohrflöte in der Disposition nur als Registername mit Fußtonzahl, etwa „Rohrflöte 8′“ oder „Rohrflöte 4′“, nicht als eigenes Notationszeichen im Notentext.

Musikalische Verwendung

Die Rohrflöte gehört zu den häufigsten gedeckten Registern in Orgeln vieler Epochen und Länder und wird sowohl solistisch als auch in Kombination mit anderen Flöten- oder Prinzipalregistern verwendet. Abzugrenzen ist sie vom reinen Gedackt, dessen Pfeife vollständig verschlossen ist und dadurch einen dumpferen, obertonärmeren Ton hat: Das Röhrchen der Rohrflöte macht ihren Klang heller und obertonreicher, ohne die grundsätzliche Charakteristik eines gedeckten Registers zu verlieren.

Spielpraxis

Nutze die Rohrflöte, wenn du einen weichen, aber nicht zu dumpfen Flötenklang suchst, etwa als Grundlage für zarte Registrierungen oder als Solostimme in ruhigen Sätzen.