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Form

Siebensprung

Alpenländischer Reigentanz mit sieben aufeinanderfolgenden Figuren, bis heute getanzt.

Was es bedeutet

Der Siebensprung ist ein alter Volkstanz des Alpenraums und angrenzender Regionen, der aus sieben aufeinanderfolgenden Figuren besteht. Die Tanzenden führen sie nacheinander aus, meist zu einer immer gleichen Melodie, wobei mit jeder Wiederholung eine weitere Bewegung hinzukommt.

Bis heute wird er bei Volksfesten, in Trachten- und Volkstanzgruppen getanzt, oft in geselliger, spielerischer Stimmung.

Musikalische Verwendung

Die Herkunft des Tanzes ist nicht genau geklärt; ältere Lexika sahen in ihm einen sehr alten, womöglich vorchristlichen Erntetanz. Eine solche Herleitung ist eine Deutung des 19. Jahrhunderts und lässt sich nicht sicher belegen. Sicher ist, dass der Tanz in Bayern, Österreich und benachbarten Gebieten überliefert wurde und in mehreren regionalen Fassungen existiert.

Musikalisch trägt eine kurze, einprägsame Melodie den Ablauf, gespielt von kleinen Volksmusikbesetzungen. Die Figuren selbst sind nicht überall gleich, weshalb Beschreibungen einzelner Sprünge je nach Region abweichen.

Abzugrenzen ist der Siebensprung vom Ländler, einem Paartanz im Dreiertakt, sowie vom Reigen, bei dem die Tanzenden im Kreis gehen; der Siebensprung ist dagegen durch die feste Abfolge der sieben Figuren bestimmt.

Spielpraxis

Wenn du den Siebensprung erlernst, merke dir die Reihenfolge der Figuren und übe sie einzeln, bevor du sie mit der Melodie verbindest. Spielst du die Musik dazu, halte das Tempo gleichmäßig, damit die Tanzenden bei jeder Wiederholung Zeit für die neue Figur haben.