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Instrument

Sifflöte

Hoch klingendes offenes Flötenregister der Orgel, meist 1 oder 2 Fuß, von weiter Mensur.

Was es bedeutet

Die Sifflöte ist ein hoch klingendes, offenes Flötenregister der Orgel in weiter Mensur. Sie steht meist in der 1- oder 2-Fuß-Lage und erklingt damit hoch über der Grundtonlage der Orgel.

Der Name leitet sich vom französischen „siffler“ („pfeifen“, „zischen“) ab; in älteren Quellen findet man viele Schreibweisen wie Sifflöt oder Zifflöt.

Musikalische Verwendung

Wegen ihrer hellen, leicht pfeifenden Klangfarbe dient die Sifflöte als Aufhellung im Plenum oder als hohes Soloregister in Verbindung mit Grundstimmen.

Als Register ist sie in der Orgelbaugeschichte selten und wurde im 19. Jahrhundert als veraltet angesehen. Heute begegnet man ihr vor allem in historischen oder historisierend gebauten Orgeln.

Abzugrenzen ist die Sifflöte von der Hohlflöte, die in tieferer Lage steht und weicher klingt, sowie vom Prinzipal, der die kräftigere Grundfarbe der Orgel bildet.

Spielpraxis

Setze die Sifflöte sparsam ein, weil ihr hoher Klang schnell schrill wirken kann. Kombiniere sie mit Flöten- oder Prinzipalstimmen tieferer Lagen, damit der Gesamtklang tragfähig bleibt.