Sistrum
Antike Rassel mit beweglichen Metallstäben.
Was es bedeutet
Das Sistrum ist eine antike Rassel: Ein meist bügel- oder hufeisenförmiger Rahmen mit Griff trägt quer verlaufende, locker bewegliche Metallstäbe oder -scheiben. Beim Schütteln schlagen sie gegeneinander und gegen den Rahmen und erzeugen ein rasselndes, klirrendes Geräusch.
Es gehört zu den Idiophonen, also Instrumenten, deren Körper selbst klingt.
Musikalische Verwendung
Das Sistrum ist vor allem aus dem alten Ägypten bekannt, wo es in religiösen Zeremonien verwendet wurde und mit Göttinnen wie Hathor und Isis verbunden war. Über den Isiskult gelangte es in den mediterranen Raum der Antike.
In Äthiopien wird eine verwandte Rassel, das Tsenatsel, bis heute in der Liturgie der orthodoxen Kirche gespielt, was auf eine sehr lange Traditionslinie hindeutet. Wie genau die antiken Instrumente klangen und gespielt wurden, lässt sich nur aus Abbildungen und Funden erschließen.
Abzugrenzen ist das Sistrum von der Schüttelrassel mit Körnern, bei der lose Füllung in einem Hohlkörper klappert, sowie vom Tamburin mit seinen Schellenpaaren im Rahmen einer Trommel.
Spielpraxis
Schüttle das Sistrum mit lockerem Handgelenk und in gleichmäßigem Rhythmus. Beginne und beende jeden Schlag deutlich, damit das Klirren klar gegliedert bleibt und nicht verschwimmt.