Soloquartett
Vier Gesangssolisten, die gemeinsam eine mehrstimmige Nummer vortragen, etwa im Oratorium.
Was es bedeutet
Ein Soloquartett besteht aus vier Gesangssolisten, die eine mehrstimmige Nummer gemeinsam vortragen. Üblich ist die Besetzung mit Sopran, Alt, Tenor und Bass; möglich sind aber auch Kombinationen wie zwei Soprane und zwei Alte.
Anders als ein Chor wird jede Stimme nur von einer Person gesungen, weshalb jede einzelne Stimme deutlich hörbar bleibt.
Musikalische Verwendung
Soloquartette treten vor allem in Oratorien, Messen, Requien und Opern auf, meist im Wechsel mit dem Chor und dem Orchester. Beispiele sind die vier Solisten in Beethovens Neunter Sinfonie oder in Verdis Requiem, die immer wieder als Quartett zusammenklingen.
Auch in der Kammermusik für Stimmen und im Liedgesang gibt es das Vokalquartett; dort ist es oft als eigenständiges Ensemble ohne Chor gedacht.
Abzugrenzen ist das Soloquartett vom Chor, in dem jede Stimme mehrfach besetzt ist, sowie vom Streichquartett, das dieselbe Zahl von Ausführenden, aber Instrumente statt Stimmen umfasst.
Spielpraxis
Im Soloquartett kommt es auf feines Zusammenhören an: Passe dich in Intonation, Vokalfärbung und Lautstärke den drei anderen Stimmen an. Sprecht Einsätze und Atempausen vorher ab, da jede Stimme nur einmal besetzt ist und Ungenauigkeiten sofort auffallen.