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Streicher

Baryton

Historisches Streichinstrument mit zusätzlichen Resonanzsaiten, ähnlich der Viola da gamba; von Haydn vielfach komponiert.

Was es bedeutet

Der Baryton ist ein historisches Streichinstrument, das der Viola da gamba in Bauform und Griffweise ähnelt. Neben fünf bis sieben gestrichenen Darmsaiten trägt es eine zusätzliche Lage von acht bis siebenundzwanzig Metallsaiten, die durch den hohlen Hals verlaufen und mit dem Daumen der Griffhand gezupft werden können. Diese Metallsaiten schwingen zudem als Resonanzsaiten mit, wenn die Darmsaiten gestrichen werden, was dem Klang eine besondere, silbrige Fülle verleiht.

Musikalische Verwendung

Der Baryton entstand um 1700 und war vor allem am Wiener Hof zur Zeit Haydns verbreitet. Joseph Haydn komponierte, im Dienst des barytonspielenden Fürsten Nikolaus I. Esterházy, eine große Zahl von Trios und weiteren Werken für das Instrument. Der schwierigen Doppeltechnik aus Streichen und gleichzeitigem Zupfen wegen blieb der Baryton auf langsame bis mäßig bewegte Stücke beschränkt und fand nie Eingang ins Orchester.

Abzugrenzen ist der Baryton von der Viola da gamba, mit der er die Bauform und Bundierung teilt, sich aber durch die zusätzlichen Resonanzsaiten unterscheidet, sowie vom Bariton als Stimmlage, mit der er nur den Namen gemeinsam hat.

Spielpraxis

Wenn du dich dem Baryton näherst, übe zunächst Bogenführung und Zupftechnik getrennt, bevor du sie kombinierst, da das gleichzeitige Streichen der Darmsaiten und Zupfen der Resonanzsaiten mit dem Daumen eine eigene Koordination erfordert.