Bravourarie
Virtuose Arie mit ausgedehnten Koloraturen.
Was es bedeutet
Die Bravourarie ist eine Opernarie, die auf virtuose stimmliche Brillanz zielt: schnelle Läufe, weite Sprünge, ausgedehnte Koloraturen und ein großer Tonumfang stehen im Vordergrund, oft stärker als der dramatische Ausdruck der Textsituation.
Ihre Blütezeit hatte die Bravourarie in der Opera seria des 18. Jahrhunderts, in der virtuose Kastraten- und Sopranpartien das Können der Sänger vorführten.
Musikalische Verwendung
Bravourarien stehen häufig an markanten Stellen der Handlung, etwa am Ende eines Akts, wo sie dem Sänger einen glanzvollen Abgang ermöglichen. Bekannte Beispiele finden sich unter anderem in Werken von Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart.
Abzugrenzen ist die Bravourarie von der Da-capo-Arie als Formtyp: Viele Bravourarien sind zugleich Da-capo-Arien, doch beschreibt der Begriff Da-capo-Arie die formale Anlage, während Bravourarie den virtuosen Charakter meint.