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Notation

Buchstabentonschrift

Historisches Notationssystem, das Töne durch Buchstaben (A–G) bezeichnet; Vorläufer der heutigen Notenschrift.

Im Notenbild

Die Buchstabentonschrift setzt statt Notenköpfen auf Linien einfach die Buchstaben A bis G, um Tonhöhen festzuhalten. Rhythmus, Dauer und mehrstimmige Zusammenhänge lassen sich mit ihr nur eingeschränkt oder gar nicht darstellen, was ihre Verwendung auf einstimmige Melodien oder ergänzende Zwecke begrenzte.

Musikalische Verwendung

Vor der Entwicklung der Linien- und Neumennotation im Mittelalter diente die Buchstabentonschrift, die auf antike griechische und spätere Systeme wie das des Boethius zurückgeht, zur Aufzeichnung von Tonhöhen. Mit dem Aufkommen der Neumen und später der Fünfliniennotation verlor sie ihre praktische Bedeutung als eigenständiges Notationssystem.

Bis heute lebt sie jedoch in der Namensgebung fort: Die Buchstaben A bis G bezeichnen im internationalen System nach wie vor die Töne der Tonleiter, und Akkordsymbole in Popularmusik und Jazz bauen unmittelbar auf ihr auf. Abzugrenzen ist sie von der Ziffernnotation, etwa der Tonika-Do-Methode, die Stufen statt absoluter Tonhöhen bezeichnet.