Choreographie
Tanzgestaltung zu einer Komposition.
Was es bedeutet
Choreographie bezeichnet die Gestaltung von Tanz: die Erfindung und Festlegung von Bewegungen, Schrittfolgen, Raumwegen und Gruppierungen für ein Tanzwerk. Der Choreograph ist für den Tanz das, was der Komponist für die Musik ist.
Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutete ursprünglich „Tanzschrift", also die Aufzeichnung von Tanz. Erst später verschob sich die Bedeutung auf die Gestaltung selbst. Diese doppelte Bedeutung ist noch erkennbar: Tanzschriften, mit denen Bewegungen festgehalten werden, gehören bis heute zum Fachgebiet.
Musikalisch ist die Choreographie eng auf die Komposition bezogen. Sie folgt deren Metrik, Phrasenbau und Charakter, kann aber auch bewusst gegen die Musik arbeiten. Das Verhältnis zwischen beiden ist Gegenstand ständiger Aushandlung.
Im Notenbild
Choreographie wird nicht in der Partitur notiert, sondern in eigenen Tanzschriften, in Beschreibungen oder zunehmend in Filmaufzeichnungen. In Ballettpartituren stehen gelegentlich Hinweise auf die Handlung oder auf bestimmte Tänzer, die den Bezug zwischen Musik und Bewegung andeuten.
Musikalische Verwendung
Im höfischen Tanz des 17. und 18. Jahrhunderts wurden Choreographien in eigenen Notationssystemen festgehalten, die heute für die Rekonstruktion historischer Tänze wichtig sind. Im Ballett des 19. Jahrhunderts arbeiten Komponist und Choreograph häufig eng zusammen. Im 20. Jahrhundert entstehen auch Choreographien zu Musik, die nicht für den Tanz geschrieben wurde.
Das Wort bezeichnete ursprünglich das Aufschreiben von Tänzen, etwa in der Feuillet-Notation um 1700; später meinte es die Gestaltung des Tanzes selbst. Choreographie und Musik stehen in enger Beziehung: Manche Choreographen folgen der Partitur Takt für Takt, andere setzen Tanz und Musik bewusst gegeneinander. Große Ballettkomponisten arbeiteten eng mit Choreographen zusammen, etwa Tschaikowsky mit Marius Petipa oder Strawinsky mit Michel Fokine und George Balanchine. ## Spielpraxis
Wer zu Tanz spielt, sollte die Choreographie kennen oder zumindest die entscheidenden Punkte: Tempo, Einsätze, Stellen mit Sprüngen oder Hebungen. Halte das Tempo verlässlich und sprich Änderungen mit der Tanzleitung ab. Achte auf die Bewegung auf der Bühne, nicht nur auf die Noten.