Entrée
Eröffnungstanz oder Eintrittsmusik.
Was es bedeutet
Entrée ist das französische Wort für „Eintritt" und bezeichnet in der Musik einen Satz, der einen Auftritt begleitet oder ein Werk eröffnet. Die Bedeutung hat mehrere Schichten.
Im französischen Ballett und in der Oper des 17. und 18. Jahrhunderts bezeichnet entrée sowohl den Auftritt einer Gruppe von Tänzern als auch die Musik, die ihn begleitet. Ein Ballett bestand aus einer Folge solcher Entrées. Daraus entwickelte sich ein eigener Satztyp: ein feierlicher Einzugsmarsch, häufig mit punktierten Rhythmen und in geradem Takt.
Im allgemeineren Sinn bezeichnet der Begriff auch den Eröffnungssatz einer Suite oder eine einleitende Musik überhaupt. In dieser Verwendung steht er dem Präludium oder der Ouvertüre nahe.
Im Notenbild
Als Satztyp ist die Entrée meist in geradem Takt notiert, mit punktierten Rhythmen, gemessenem Tempo und feierlichem Charakter. Die Bezeichnung steht als Satzüberschrift. In Ballettpartituren erscheinen Entrées als Nummern mit Angaben zu den auftretenden Figuren.
Musikalische Verwendung
Die Entrée gehört zur französischen Bühnenmusik des Barock und begegnet in Balletten, Opern und in den aus ihnen zusammengestellten Suiten. Im 19. Jahrhundert lebt die Bezeichnung im Ballett weiter, als Name für Auftrittsnummern. In der Zirkusmusik wird der Einzug der Artisten ebenfalls so bezeichnet.
In der französischen Barockoper und im Ballet de cour bezeichnete Entrée zweierlei: einen Auftrittstanz, mit dem eine Gruppe von Tänzern die Bühne betrat, und einen ganzen Abschnitt eines Balletts, vergleichbar einem Akt. Musikalisch ist die Entrée oft feierlich, im geraden Takt und mit punktierten Rhythmen, verwandt mit der französischen Ouvertüre. In Suiten erscheint sie gelegentlich als Eröffnungssatz. Im 19. Jahrhundert meinte Entrée im Ballett den Auftritt der Solisten vor einem Pas de deux. ## Spielpraxis
Spiele feierlich und gemessen; eine Entrée begleitet einen Auftritt und braucht Würde. Arbeite punktierte Rhythmen scharf heraus. Halte das Tempo stetig, besonders wenn getanzt oder eingezogen wird. Und prüfe, ob der Satz eher als Marsch oder als Tanz gemeint ist — die Überschrift allein sagt das nicht immer.