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Verzierung

Doppeltriller

Ein Doppeltriller ist die gleichzeitige Ausführung zweier Triller auf verschiedenen Tönen, meist im Abstand einer Terz oder Sexte. Beide Triller laufen synchron und im gleichen Tempo, sodass ein zweistimmiges, durchgehend flirrendes Klangband entsteht.

Aufbau
zwei gleichzeitige Triller
Abstand
meist Terz oder Sexte
Zeichen
Trillerzeichen über beiden Tönen, auch als gemeinsame Wellenlinie
Typisch für
Klavier, seltener Streicher mit Doppelgriffen

Zwei Triller, ein Klang

Beim einfachen Triller wechselt ein Ton rasch mit seiner oberen Nebennote. Beim Doppeltriller geschieht das auf zwei Tönen zugleich. Im Beispiel trillern c und e gemeinsam: Die untere Stimme wechselt c–d, die obere e–f. Beide Triller laufen im selben Tempo und beginnen gemeinsam.

Schreibweise: ein Zweiklang, der getrillert wird

Die Zeile zeigt nur die Terz (c–e), die getrillert werden soll. In gedruckten Noten stünde das Trillerzeichen über beiden Tönen, auch als gemeinsame Wellenlinie.

Ausführung: beide Töne wechseln mit der oberen Nebennote

Der untere Triller wechselt c–d, der obere e–f. Weil in C-Dur beide Nebennoten zu den Tönen der Tonleiter gehören, bleiben die Terzen leitereigen: c–e und d–f.

Im Glossar: Triller · Kettentriller · Terz

Wo er vorkommt

Doppeltriller kommen überwiegend am Klavier vor, wo beide Töne mit derselben Hand oder verteilt auf beide Hände gespielt werden. Bei Streichinstrumenten sind sie in Doppelgriffen möglich, aber selten. In virtuoser Klaviermusik der Romantik werden sie als Höhepunkt einer Steigerung eingesetzt.

Notation und Ausführung

Notiert werden sie mit Trillerzeichen über den beiden Notenköpfen, auch als gemeinsame Wellenlinie. Die Ausführung ist technisch anspruchsvoll, denn beide Triller müssen exakt synchron laufen. Wichtig ist, dass der Rhythmus gleichmäßig bleibt und die beiden Finger gleichzeitig anschlagen.

Zum Üben: Spiele die ausgeschriebene Fassung am Klavier zuerst mit vier Fingern einer Hand, die sich paarweise abwechseln, in langsamem Tempo und gleichmäßiger Stärke. Steigere das Tempo erst, wenn beide Töne exakt zusammenklingen. Probiere danach dieselbe Übung in einer Sexte.