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Form

Exposition

Erster Teil eines Sonatensatzes oder einer Fuge.

Was es bedeutet

Die Exposition ist der erste Hauptteil einer Form, in dem das thematische Material vorgestellt wird. Der Begriff wird in zwei Formen gebraucht, deren Anlage verschieden ist: im Sonatensatz und in der Fuge. In beiden Fällen ist die Exposition der Teil, in dem der Hörer das kennenlernt, was im weiteren Verlauf verarbeitet wird.

Musikalische Verwendung

Im Sonatensatz besteht die Exposition in ihrer geläufigen Gestalt aus mehreren Abschnitten. Am Anfang steht das Hauptthema in der Haupttonart. Eine Überleitung moduliert in eine zweite Tonart — in Durstücken meist die Dominante, in Mollstücken meist die Durparallele. Dort erklingt das Seitenthema, das zum Hauptthema häufig einen Kontrast bildet. Eine Schlussgruppe oder Codetta bestätigt die neue Tonart. Die Exposition wird in der klassischen Praxis häufig wiederholt, was durch Wiederholungszeichen angezeigt ist. Die Spannung zwischen den beiden Tonarten wird erst in der Reprise gelöst, wo auch das Seitenthema in der Haupttonart erscheint.

In der Fuge ist die Exposition der Abschnitt, in dem das Thema nacheinander in allen Stimmen eingeführt wird. Die erste Stimme bringt es in der Haupttonart, die zweite als Antwort meist auf der Dominantebene, die dritte wieder auf der Grundstufe, und so fort. Während eine Stimme das Thema übernimmt, führt die vorige eine Gegenstimme, oft ein beibehaltenes Kontrasubjekt. Kurze Codetten können zwischen den Einsätzen vermitteln. Die Exposition endet, wenn alle Stimmen eingesetzt haben.

In der Fuge bezeichnet die Exposition den ersten Durchgang, in dem jede Stimme das Thema einmal vorträgt, abwechselnd in Grundgestalt und als Antwort in der Dominante. Im Sonatensatz enthält sie Hauptsatz, Überleitung, Seitensatz und Schlussgruppe und wird in der Klassik häufig wiederholt. Die Exposition stellt den Gegensatz zwischen Haupttonart und Nebentonart auf, den die Reprise später ausgleicht. ## Spielpraxis

Mach dir in einer Sonatenexposition den Tonartwechsel klar und gestalte die Überleitung als Bewegung dorthin. Hebe in der Fugenexposition jeden Themeneinsatz hervor und nimm die übrigen Stimmen dabei zurück. Und entscheide bei Wiederholungszeichen bewusst, ob und wie du wiederholst.