Zum Inhalt springen
Moderne

FM-Synthese

Klangsynthese-Verfahren, bei dem ein Oszillator durch einen anderen in seiner Frequenz moduliert wird.

Was es bedeutet

Die FM-Synthese, kurz für Frequenzmodulationssynthese, ist ein Verfahren der elektronischen Klangerzeugung. Ein Oszillator, der Träger, erzeugt einen Ton, dessen Frequenz von einem zweiten Oszillator, dem Modulator, schnell verändert wird. Dadurch entstehen zusätzliche Obertöne, und schon mit wenigen Oszillatoren lassen sich komplexe, oft metallisch oder glockenartig klingende Töne erzeugen.

Musikalische Verwendung

Das Verfahren wurde Ende der 1960er Jahre von John Chowning an der Stanford University entdeckt und 1973 veröffentlicht. Der japanische Hersteller Yamaha brachte es mit dem Synthesizer DX7 von 1983 zu großer Verbreitung, und Klänge wie E-Piano, Glocken und Bässe der 1980er Jahre sind stark davon geprägt. Heute steckt FM-Synthese in zahlreichen Software- und Hardware-Synthesizern.

Abzugrenzen ist die FM-Synthese von der subtraktiven Synthese, die aus obertonreichen Wellen mit Filtern Klänge formt, und vom Sampler, der aufgenommene Klänge wiedergibt. Auch vom Vibrato unterscheidet sie sich: Beim Vibrato schwankt die Tonhöhe langsam, bei der FM-Synthese schnell und im hörbaren Bereich, sodass eine neue Klangfarbe entsteht.

Spielpraxis

Experimentiere bei der FM-Synthese mit dem Verhältnis der Frequenzen von Träger und Modulator: Ganzzahlige Verhältnisse ergeben harmonische Klänge, andere glockenartig unharmonische. Ändere die Stärke der Modulation und beobachte, wie der Klang heller oder dumpfer wird.