Fortissimo
Fortissimo, abgekürzt ff, bezeichnet eine sehr laute Spielweise, eine Stufe über Forte. Es steht an der lauten Spitze der Grundstufen und ist stets relativ gemeint: ff heißt in einem Klavierstück etwas anderes als im Orchester.
- Kürzel
- ff
- Bedeutung
- sehr laut
- Eine Stufe darunter
- Forte (f)
- Eine Stufe darüber
- Fortississimo (fff)
- Gegenstück
- Pianissimo (pp)
Die laute Seite der Skala
Der Baustein Dynamik ordnet die Grundstufen von leise nach laut: pianissimo, piano, mezzopiano, mezzoforte, forte und fortissimo. Fortissimo steht an der Spitze der sechs Grundstufen. Die Stufen seien „keine exakten Messwerte, sondern Bezugspunkte“, heißt es dort; entscheidend sei das Verhältnis zueinander, nicht der absolute Pegel.
| Kürzel | Begriff | Bedeutung |
|---|---|---|
| pp | Pianissimo | sehr leise |
| p | Piano | leise |
| mp | Mezzopiano | mittelleise |
| mf | Mezzoforte | mittellaut |
| f | Forte | laut |
| ff | Fortissimo | sehr laut |
Die Symbolbibliothek führt außerdem Fortississimo (fff) als nächste Stufe über dem Fortissimo auf, auf der leisen Seite entsprechend Pianississimo (ppp).
Relativ, nicht absolut
Der Baustein Dynamik sagt es so: „Forte bedeutet im Streichquartett etwas anderes als im großen Orchester.“ Für ff gilt dasselbe. Ein wirkungsvolles Forte brauche ein vorangehendes Piano, von dem es sich abhebe; wer immer gleich laut spiele, verschenke den ausdrucksstärksten Baustein überhaupt. Wer beim ersten ff alles gibt, hat für einen späteren Höhepunkt nichts mehr.
Auch der Raum zählt. Der Baustein weist darauf hin, dass in einer halligen Kirche ein Fortissimo leicht überfordern kann, während ein trockener kleiner Raum mehr Kraft verlangt.
Im Notenbild
Das Kürzel ff gilt bis zur nächsten Dynamikangabe. Die Symbolbibliothek beschreibt es als sehr laut und als „dramatischen Höhepunkt“ vieler Werke und rät zu einem volltönigen, kraftvollen Klang. Zwei Beispiele aus dem Notenarchiv:
Klavierstücke
-
Jägerliedchen Robert Schumann, op. 68 Nr. 7 · Klavier · 2 Seiten
Der erste Teil beginnt mit f. Nach dem Wiederholungszeichen, zu Beginn des zweiten Teils, steht ff, kurz darauf p und danach wieder ff. Der Wechsel zwischen den Stufen im selben Stück zeigt den Abstand zwischen ihnen.
-
In der Halle des Bergkönigs Edvard Grieg, op. 46 Nr. 4, aus der Peer-Gynt-Suite Nr. 1 · Klavier · 4 Seiten
Das Stück beginnt mit p und pp. Auf der letzten Seite steht ab Takt 85 ein langes Crescendo, das im letzten Takt (Takt 88) auf ff mündet. Zwei Takte zuvor ist alles bis auf die Begleitfigur der linken Hand verstummt, der Schluss wirkt dadurch umso mehr.
Gestalten statt nur laut sein
Das ff ist oft das Ziel eines Crescendos. Der Baustein beschreibt es als stärksten Spannungsaufbau der Musik: Das Ohr erlebt das Anschwellen als Zunahme von Energie und Dringlichkeit. Beim Üben zahlt es sich aus, das Crescendo früh zu planen, damit das ff am Ende erreicht werden kann und nicht schon unterwegs verbraucht ist.
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Verwandte Begriffe
ForteFortississimoMezzofortePianissimoDynamikCrescendoSforzatoDiminuendoFortepianoSubito
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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