Zum Inhalt springen
Dynamik

Fortissimo

Sehr laut, eine Stufe über Forte.

Was es bedeutet

Fortissimo ist die Steigerungsform von forte und bezeichnet eine sehr laute Stufe. Notiert wird es als ff. Darüber liegt fortississimo (fff), darunter forte (f); das Gegenstück auf der leisen Seite ist pianissimo.

Wie alle Dynamikangaben ist auch diese relativ. ff bedeutet in einem Solostück etwas anderes als im Orchestertutti, und entscheidend ist das Verhältnis zu den übrigen Stufen des Stücks. Wo nur piano und fortissimo vorkommen, ist der Abstand größer als dort, wo die ganze Skala ausgenutzt wird.

Auch beim fortissimo gilt, dass eine Klangqualität mitgemeint ist: voll und tragend, nicht hart oder gepresst. Die Grenze liegt dort, wo der Ton seinen Kern verliert.

Im Notenbild

Das Zeichen ff steht unter dem System, bei Vokalstimmen über dem Text, und gilt bis zur nächsten Angabe. Mit subito verlangt es einen plötzlichen Wechsel, mit sempre das Beibehalten über eine längere Strecke. Am Ende eines crescendo markiert es dessen Zielpunkt.

Musikalische Verwendung

In der Wiener Klassik markiert fortissimo Tutti-Höhepunkte und Schlusswirkungen. Mit dem Wachsen des Orchesters im 19. Jahrhundert wird die Skala nach oben erweitert, und fff oder noch mehr Buchstaben werden gebräuchlich; ff rückt damit von der äußersten Stufe in die Mitte der lauten Seite. In kammermusikalischer Besetzung bleibt es dagegen die obere Grenze.

Es wird mit ff notiert und steht an Höhepunkten. Es bleibt dennoch klangvoll und soll nicht hart werden. ## Spielpraxis

Prüfe zuerst, ob im Stück noch lautere Stufen vorkommen, und teile dir den Raum ein — wer beim ersten ff alles gibt, hat für den Höhepunkt nichts mehr. Suche die Lautstärke über Klangfülle statt über Kraft; gedrückte Töne klingen nicht lauter, sondern enger. Achte darauf, dass das Tempo nicht mitzieht. Und höre im Ensemble auf das Gesamtbild: Ein fortissimo entsteht aus dem Zusammenklang, nicht daraus, dass jeder für sich möglichst laut spielt.