Funktionsbezeichnung
Symbol für die harmonische Funktion eines Akkords: T für Tonika, S für Subdominante, D für Dominante. Es sagt, welche Rolle ein Akkord in der Tonart spielt, nicht, wie er heißt.
- Hauptfunktionen
- T, S, D
- Moll
- kleine Buchstaben für Mollakkorde: t, s
- Gegenstück
- Stufenzahlen (I, IV, V)
- Lehre
- Funktionstheorie
Dieselbe Akkordfolge lässt sich auf zwei Arten beschreiben. Mit Stufenzahlen sagt man „I–IV–V–I“ und zählt, auf welcher Tonleiterstufe der Akkord steht. Mit Funktionsbezeichnungen sagt man „T–S–D–T“ und beschreibt, was der Akkord in der Tonart tut. Die Funktionstheorie ordnet jeden Akkord einer von drei Hauptfunktionen zu.
| Symbol | Funktion | Akkord in C-Dur | Wirkung |
|---|---|---|---|
| T | Tonika | C–E–G | Ruhe, Ziel |
| S | Subdominante | F–A–C | Weg vom Ziel, öffnet |
| D | Dominante | G–H–D | Spannung, drängt zur Tonika |
Was die Symbole bedeuten
Die Tonika ist der Ruhepunkt, auf dem die Musik beginnt und endet. Die Dominante erzeugt Spannung und löst sich in die Tonika auf. Die Subdominante liegt auf der anderen Seite der Tonika und führt meist zur Dominante weiter. Im Beispiel oben hörst du den Weg von der Ruhe über die Öffnung und die Spannung zurück zur Ruhe.
Groß und klein
Große Buchstaben stehen für Durakkorde, kleine für Mollakkorde: T ist die Dur-Tonika, t die Moll-Tonika. In Moll schreibt man deshalb meist t und s; erklingt die Dominante dort als Durakkord mit Leitton, bekommt sie ein großes D. Das Grundprinzip bleibt in beiden Geschlechtern: Ein Symbol steht für eine Rolle, nicht für einen Akkordnamen. Welcher Akkord die Rolle übernimmt, hängt von der Tonart ab.
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Verwandte Begriffe
FunktionstheorieTonikaSubdominanteDominante
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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