Fusion
Musikstil seit den 1960er-Jahren, der Jazz mit Funk-Rhythmik und Rockenergie verbindet.
Was es bedeutet
Fusion, englisch für „Verschmelzung“, ist ein Musikstil, der seit dem Ende der 1960er Jahre die Improvisation und Harmonik des Jazz mit der Rhythmik des Funk und der Energie und Lautstärke des Rock verbindet. Typisch sind elektrische Instrumente wie E-Gitarre, E-Bass, E-Piano und Synthesizer sowie rhythmisch komplexe, oft schnelle Stücke.
Musikalische Verwendung
Als Wegbereiter gilt Miles Davis, dessen Album Bitches Brew (1970) elektrische Instrumente und rockige Rhythmen in den Jazz brachte. In den 1970er Jahren entstanden Gruppen wie Weather Report, das Mahavishnu Orchestra und Return to Forever, die technisch anspruchsvolle Stücke mit langen Soli spielten. Fusion prägte lange Zeit die Jazz-Ausbildung und beeinflusste Funk, Progressive Rock und Popmusik.
Abzugrenzen ist Fusion vom akustischen Jazz und vom Bebop, die ohne elektrische Instrumente auskommen, und vom Free Jazz, der auf feste Grooves und Harmonien verzichtet. Von reinem Rock unterscheidet sich Fusion durch die jazztypische Improvisation und Harmonik.
Spielpraxis
Höre im Fusion auf das Zusammenspiel von Groove und Improvisation: Rhythmusgruppe und Solist reagieren aufeinander. Wenn du selbst spielst, übe zuerst einen präzisen, gleichmäßigen Groove und füge dann Soli hinzu, die sich harmonisch an den Akkorden orientieren.