Zum Inhalt springen
Instrument

Glasharmonika

Instrument aus rotierenden Glasschalen, die mit feuchten Fingern gerieben werden (B. Franklin).

Was es bedeutet

Die Glasharmonika ist ein Instrument aus gestuften Glasschalen, die auf einer waagerechten Achse angeordnet sind und durch ein Pedal in Drehung versetzt werden. Die Spielenden berühren die Ränder der rotierenden Schalen mit angefeuchteten Fingern und erzeugen so durch Reibung Töne. Der Klang ist zart, schwebend und schwer zu orten.

Musikalische Verwendung

Erfunden wurde die Glasharmonika 1761 von dem amerikanischen Staatsmann und Erfinder Benjamin Franklin, der die Idee des Spiels auf Gläsern zu einem Tasteninstrument-ähnlichen Gerät weiterentwickelte. Sie wurde im späten 18. Jahrhundert beliebt; Wolfgang Amadeus Mozart schrieb für sie sein Adagio und Rondo KV 617 (1791). Wegen ihres empfindlichen Baus und der schwierigen Spielweise verlor sie im 19. Jahrhundert an Bedeutung, wird aber heute wieder gepflegt.

Abzugrenzen ist die Glasharmonika von der Glasspiel- oder Gläserharfe, bei der einzelne Gläser mit Wasser gefüllt und angerieben werden, sowie von der Mundharmonika oder dem Harmonium, die trotz des Namens ganz andere Tonerzeuger sind. Sie gehört zu den Idiophonen, da der Klang aus dem Glas selbst entsteht.

Spielpraxis

Halte deine Finger für die Glasharmonika sauber und gleichmäßig feucht, ohne Seife oder Fett, sonst klingen die Schalen nicht. Berühre die Schalen mit sanftem, gleichmäßigem Druck und achte auf ruhige Bewegungen; der Ton entsteht langsam und braucht Geduld.