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Vokal

Glee

Englisches mehrstimmiges Lied, meist für Männerstimmen (17.–19. Jahrhundert).

Was es bedeutet

Der Glee ist ein englisches mehrstimmiges Lied, das meist für Männerstimmen geschrieben ist und in der Regel ohne Instrumentalbegleitung gesungen wird. Der Name geht auf das altenglische Wort für Freude oder Spiel zurück. Typisch sind drei bis fünf Stimmen und mehrere Abschnitte mit wechselnder Stimmung.

Musikalische Verwendung

Der Glee war vor allem im 18. und frühen 19. Jahrhundert in England beliebt und wurde in Vereinen, den Glee Clubs, gepflegt, in denen Männer gemeinsam sangen und die Werke zum Teil wettbewerbsartig darboten. Die Texte waren meist weltlich und heiter, oft mit Trink- oder Liebesthemen. Später entstand daraus der Begriff des Glee Clubs auch für Chorvereine in den USA.

Abzugrenzen ist der Glee vom Madrigal, das im 16. und frühen 17. Jahrhundert als polyphone Gattung blühte, vom Kanon, in dem alle Stimmen dieselbe Melodie nachahmen, und vom Catch, einem kanonartigen Trinklied. Der Glee ist freier gebaut und steht in der Regel in homophonem Satz.

Spielpraxis

Singe den Glee mit gut ausgeglichenem, unaufdringlichem Klang und klarer Textverständlichkeit. Achte auf die Stimmführung der Männerstimmen, besonders wenn ein Ton auf mehrere Stimmen verteilt ist, und gestalte die Stimmungswechsel zwischen den Abschnitten deutlich.