Grundstimme
Orgelregister, das auf der Taste c den Ton c oder eine seiner Oktaven erklingen lässt (Grundstimmen, z. B. 8'/16').
Was es bedeutet
Eine Grundstimme ist ein Orgelregister, das auf der Taste c den Ton c oder einen seiner Oktavtöne erklingen lässt, also in Oktaven zum gespielten Ton. Zu den Grundstimmen gehören Register in 8ʼ und 16ʼ, die den gespielten Ton in normaler Lage oder eine Oktave tiefer wiedergeben, sowie 4ʼ und 2ʼ, die in höheren Oktaven erklingen.
Musikalische Verwendung
Die Grundstimmen bilden die Basis des Orgelklangs, auf der Aliquot- und Mixturstimmen als Obertöne aufsetzen. Typische Grundstimmen sind Prinzipal, Gedackt, Bordun und Flöte. Eine 8ʼ-Stimme klingt in Normallage, weil die längste Pfeife etwa 8 Fuß, rund 2,4 Meter, misst; eine 16ʼ-Stimme klingt eine Oktave tiefer, eine 4ʼ-Stimme eine Oktave höher.
Abzugrenzen sind Grundstimmen von Aliquotstimmen wie Quinte und Terz, die Obertöne außerhalb der Oktavreihe erklingen lassen, und von der Mixtur, die mehrere Pfeifen pro Taste vereint. Aus Grundstimmen allein ist der Klang ruhig und wenig obertonreich, erst die Aufbaustimmen verleihen ihm Glanz.
Spielpraxis
Wähle für den Grundklang einer Orgel zunächst eine oder mehrere Grundstimmen und füge Obertonregister erst nach Bedarf hinzu. Prüfe die Balance, damit die höheren Register die Grundlage nicht überdecken.