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Form

Kuhreigen

Schweizer Hirtenmelodie zum Anlocken des Viehs (Ranz des vaches).

Was es bedeutet

Der Kuhreigen ist eine traditionelle Schweizer Hirtenmelodie, mit der Sennen ihr Vieh zur Alm rufen oder beim Melken beruhigen. Er wird meist auf dem Alphorn geblasen oder gejodelt, häufig in freien, unregelmäßigen Rhythmen.

Musikalische Verwendung

Bekannt wurde der Kuhreigen unter seinem französischen Namen Ranz des vaches, der im 18. und 19. Jahrhundert europaweit zum Sinnbild für Heimweh und Alpenromantik wurde; die Melodie soll bei Schweizer Söldnern im Ausland so starkes Heimweh ausgelöst haben, dass ihr Vortrag zeitweise unter Strafe stand. Komponisten wie Rossini griffen die charakteristische Melodie in Werken mit Alpensujet auf, etwa in der Ouvertüre zu Wilhelm Tell. Der Kuhreigen nutzt oft die Naturtonreihe des Alphorns, mit dem für dieses Instrument typischen, leicht „falsch“ klingenden elften Naturton (dem sogenannten Alphorn-Fa) zwischen der reinen und der übermäßigen Quarte.

Spielpraxis

Wenn du dich dem Kuhreigen näherst, versuche, den freien, fast gesprochenen Rhythmus zu wahren, statt ihn in ein starres Metrum zu zwingen — er ist ursprünglich Ruf, nicht komponiertes Kunstlied.