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Artikulation

Legato

Legato (italienisch „gebunden“) ist eine Spielweise: Die Töne gehen ohne hörbare Lücke ineinander über. Gefordert wird sie durch einen Bogen über oder unter Noten verschiedener Tonhöhe oder durch das Wort „legato“. Das Gegenteil ist Staccato.

Bedeutung
Töne ohne Unterbrechung verbinden
Zeichen
Bogen über oder unter Noten verschiedener Tonhöhe oder das Wort „legato“
Gegenstück
Staccato
Das Zeichen heißt
Legatobogen

Gebunden spielen

Legato beschreibt, wie ein Ton an den nächsten anschließt: Der erste Ton klingt so lange, bis der nächste beginnt, und es entsteht keine Stille dazwischen. Gemeint ist ein fließendes, gesangliches Spiel. Wie man das erreicht, hängt vom Instrument ab: Am Klavier hält man eine Taste so lange, bis die nächste angeschlagen ist. Streicher spielen die gebundenen Töne in einem Bogenstrich, Bläser setzen die Töne ohne neuen Zungenstoß an, Sängerinnen und Sänger verbinden sie in einem Atemzug.

Legato: jeder Bogen verbindet vier Töne

4 4

Unter jedem Bogen gehen die Töne ineinander über, ohne dass zwischen ihnen Stille entsteht. Am Ende des Bogens darf der letzte Ton ausklingen.

Zum Vergleich: dieselben Töne staccato

4 4

Hier steht über jeder Note ein Punkt: Die Töne werden kurz gespielt und durch Stille getrennt. Das ist das Gegenteil von Legato.

Zeichen oder Wort

Notiert wird Legato mit einem Bogen über den betroffenen Noten, dem Legatobogen. Er steht zwischen Noten verschiedener Tonhöhe; verbindet er zwei gleiche Töne, ist es ein Haltebogen, der etwas anderes bewirkt. Statt des Bogens kann auch das Wort „legato“ über oder unter der Zeile stehen, oft mit einem Zusatz wie „sempre legato“ (immer gebunden). Das Wort gilt dann so lange, bis eine andere Angabe es aufhebt.

Legato im Zusammenhang

Legato ist eine Möglichkeit der Artikulation, also des „Wie“ des einzelnen Tons. Zwischen Legato und Staccato liegen weitere Stufen, zum Beispiel das Portato, bei dem die Töne getragen und nur leicht voneinander getrennt werden. Das Gegenwort zu Legato im engeren Sinn ist Staccato, wie im Vergleich oben.

Zum Üben: Spiele eine kurze Tonleiter auf drei Arten: staccato, normal und legato. Höre beim Legato genau auf den Übergang zwischen zwei Tönen. Er soll keine Lücke und keinen Knick haben. Das gelingt am besten, wenn du schon beim Spielen des einen Tons an den nächsten denkst.

Häufige Fehler

  • Legato mit lauter oder länger verwechseln: Gebunden heißt nicht lauter, sondern ohne Lücke.
  • Jeden langen Bogen als Legato lesen: Über vielen Noten kann der Bogen auch eine Phrase meinen, siehe Phrasierungsbogen.
  • Gleiche Töne unter dem Bogen neu anschlagen: Bei gleicher Tonhöhe ist es ein Haltebogen, der zweite Ton wird nicht neu gespielt.