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Form

Masque

Englisches höfisches Maskenspiel mit Musik, Tanz und Dichtung (16./17. Jahrhundert).

Was es bedeutet

Die Masque war ein festliches Bühnenspiel an den englischen Höfen des 16. und 17. Jahrhunderts. Sie verband Dichtung, Gesang, Instrumentalmusik, Tanz, Kostüme und aufwendige Bühnenbilder zu einer allegorischen Huldigung, meist an den König oder an ein hochgestelltes Paar. Höfische Gäste, oft verkleidet oder maskiert, nahmen selbst am Tanz teil.

Musikalische Verwendung

Ihre Blütezeit erlebte die Masque unter Jakob I. und Karl I. Zu den bekanntesten Beteiligten gehören der Dichter Ben Jonson und der Architekt Inigo Jones, der Bühnenbild und Maschinerie schuf; für die Musik sorgten Komponisten wie Thomas Campion, Alfonso Ferrabosco der Jüngere und Henry Lawes. Miltons „Comus“ von 1634 mit Musik von Lawes ist ein spätes literarisches Beispiel. Mit den Wirren der 1640er Jahre und dem Verbot der Theater ging die höfische Masque unter.

Abzugrenzen ist sie von der Oper, in der die Musik das Drama trägt: In der Masque bleiben Text, Tanz und Bühnenbild gleichrangig, und der Auftritt der Adligen steht im Mittelpunkt. Später lebte der Begriff im englischen Musiktheater fort, etwa in Bühnenwerken, die man als Masque bezeichnete.

Spielpraxis

Wenn du Musik einer Masque spielst, denke an ihre Verbindung mit Tanz und Text. Tanzsätze verlangen einen klaren, tanzbaren Puls, Lieder eine deutliche Aussprache.