Muñeira
Galicischer Tanz im 2/4-Takt mit mäßig schneller Bewegung, oft mit Kastagnetten begleitet.
Was es bedeutet
Die Muñeira (galicisch Muiñeira) ist ein Volkstanz aus Galicien im Nordwesten Spaniens. Er steht meist im 6/8-Takt mit zwei Hauptschlägen und wird in mäßig raschem bis lebhaftem Tempo getanzt. Der Rhythmus ist federnd und wiegend. Ältere Beschreibungen geben die Taktart als Zweivierteltakt an, was den zwei Hauptschlägen pro Takt entspricht.
Musikalische Verwendung
Begleitet wird die Muñeira traditionell vom galicischen Dudelsack (Gaita gallega), von Trommel und der Handtrommel Pandeireta. Sie gehört zu den bekanntesten Tänzen Galiciens und wird bei Festen getanzt. Komponisten Spaniens und Galiciens haben den Rhythmus in Konzertmusik und Kunstlieder übernommen.
Abzugrenzen ist die Muñeira von der Jota, einem Tanz im Dreiertakt aus Aragonien, und vom Fandango, ebenfalls im Dreiertakt und aus dem Süden Spaniens.
Spielpraxis
Spiele die Muñeira mit federndem Schwung und deutlich zwei großen Schlägen im Takt. Halte den Grundpuls gleichmäßig, damit der Tanz getanzt werden kann, und betone die punktierten Figuren der Melodie.