Murky
Klavierstil des 18. Jahrhunderts mit durchgehend gebrochenen Oktaven im Bass als Begleitfigur.
Was es bedeutet
Murky (auch Murkybass) bezeichnet eine Begleitfigur in der Klaviermusik des 18. Jahrhunderts, bei der die linke Hand fortlaufend gebrochene Oktaven spielt: Statt beide Töne gemeinsam anzuschlagen, werden sie abwechselnd gespielt, meist in Achteln. Die Figur erzeugt einen gleichmäßigen, vorwärtstreibenden Klang.
Musikalische Verwendung
Der Murky war ein verbreitetes Begleitmuster in Klaviersonaten und Stücken der galanten und frühklassischen Zeit. Er erlaubte es, mit der linken Hand einen vollen, tragenden Bass zu erzeugen, ohne Akkorde zu greifen. Die Herkunft des Namens ist unsicher.
Abzugrenzen ist der Murky vom Alberti-Bass, in dem ein gebrochener Dreiklang auf- und absteigt, und vom Oktavtremolo, bei dem die Oktave schneller repetiert wird.
Spielpraxis
Spiele den Murky gleichmäßig und leicht aus dem Handgelenk und halte die Oberstimme klar im Vordergrund. Achte darauf, dass die Achtel nicht drücken; die Begleitung soll tragen, nicht dominieren.