Pedalharfe
Konzertharfe, deren Saiten sich über Pedale umstimmen lassen.
Was es bedeutet
Die Pedalharfe ist die Konzertharfe des Orchesters, deren Saiten sich über sieben Pedale umstimmen lassen. Jedes Pedal gehört zu einem Ton der Skala (c, d, e, f, g, a, h) und steuert alle Saiten dieses Tons in allen Oktaven. In der Grundstellung ist die Harfe in Ces-Dur gestimmt; jedes Pedal kann in drei Stellungen gebracht werden und erhöht die Saiten um einen oder zwei Halbtöne.
Die Konzertharfe hat 47 Saiten und einen Umfang von etwa sechseinhalb Oktaven. Ihr Klang ist warm, voll und trägt.
Musikalische Verwendung
Die Doppelpedalharfe erfand Sébastien Érard 1810. Sie machte die Harfe chromatisch und so vielseitig spielbar wie ein Klavier. Ältere einfache Pedalharfen entstanden im frühen 18. Jahrhundert. Berühmte Werke für Harfe sind Debussys „Danses sacrée et profane“ und Ravels „Introduction et Allegro“; im Orchester spielt sie oft Glissandi und Akkordbrechungen.
Abzugrenzen ist die Pedalharfe von der Hakenharfe und der keltischen Harfe, bei denen die Töne durch Haken oder Hebel von Hand umgestimmt werden, und vom Klavier, das eine Tastatur hat.
Spielpraxis
Bei der Pedalharfe stellst du die Pedale mit den Füßen vor dem Spielen der jeweiligen Töne ein. Übe Pedalwechsel ruhig und leise, damit sie kein Geräusch machen, und plane sie im Voraus: Bei komplizierter Musik denkst du immer schon an die nächste Umstimmung.