Arpeggio
Beim Arpeggio erklingen die Töne eines Akkords nicht gleichzeitig, sondern schnell nacheinander, meist von unten nach oben. Notiert wird es durch eine senkrechte Wellenlinie vor dem Akkord. Auf Tasteninstrumenten spricht man auch von einem „gerollten Akkord“.
- Zeichen
- senkrechte Wellenlinie vor dem Akkord
- Richtung
- meist von unten nach oben, Pfeil nach unten für die Gegenrichtung
- Auch
- gebrochener Akkord als Begleitfigur
- Verwandt
- Akkord
Der gebrochene Akkord
Das italienische „arpeggiare“ heißt „auf der Harfe spielen“. Beim Arpeggio klingen die Töne eines Akkords schnell hintereinander, statt gleichzeitig angeschlagen zu werden. Die Töne bleiben stehen, bis der Akkord vollständig ist; das Ergebnis ist ein einziger Klang, der von unten nach oben aufgefächert wird. Auf Tasteninstrumenten nennt man das auch „gerollten Akkord“.
Arpeggio auf Dreiklängen (C-Dur, F-Dur; Violinschlüssel)
Die Wellenlinie links vom Akkord zeigt: Die Töne werden von unten nach oben nacheinander angeschlagen und alle bis zum Ende gehalten.
Arpeggio im Bassschlüssel
Auch im Bass klingt der Akkord von unten nach oben auf. Der tiefste Ton setzt zuerst ein.
Das Zeichen
Gekennzeichnet wird ein Arpeggio durch eine senkrechte Wellenlinie links vor dem Akkord. Sie reicht vom tiefsten bis zum höchsten Ton. Spielt man in Gegenrichtung, von oben nach unten, kommt ein Pfeil nach unten dazu. Reicht die Linie über beide Systeme einer Klavierzeile, beginnt das Arpeggio in der tiefsten Stimme der linken Hand und läuft ohne Unterbrechung bis zur höchsten der rechten.
Arpeggio und Begleitfigur
Das Wort wird auch in einem weiteren Sinn gebraucht: Wenn die Töne eines Akkords als Begleitfigur nacheinander gespielt werden, etwa in der Gitarrenbegleitung, spricht man ebenfalls von Arpeggio oder gebrochenem Akkord. Dann stehen die Töne einzeln im Notenbild, ohne Wellenlinie. Die Wellenlinie meint dagegen das schnelle Auffächern eines einzigen Akkords.
Häufige Fehler
- Die Töne beim Auffächern loslassen: Beim Arpeggio klingen sie zusammen weiter.
- Zu langsam arpeggieren: Dann wird eine Begleitfigur daraus, und der Akkord zerfällt.
- Alle Töne gleichzeitig anschlagen: Dann entsteht ein Blockakkord, kein Arpeggio.