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Artikulation

Glissando

Gleitendes Durchlaufen des Tonraums zwischen zwei Tönen.

Was es bedeutet

Das Glissando, von italienisch „glissare“ für „gleiten“, ist das gleitende Durchlaufen des Tonraums zwischen zwei Tönen. Es entsteht, indem alle Töne dazwischen in schneller Folge berührt werden, ohne dass sie einzeln abgesetzt erscheinen. Notiert wird es mit einer Linie zwischen den beiden Noten, oft mit dem Zusatz „gliss.“.

Musikalische Verwendung

Auf Instrumenten mit stufenlosem Tonhöhenverlauf, etwa Posaune, Violine oder Singstimme, kann das Glissando wirklich kontinuierlich sein. Auf Tasteninstrumenten wird es durch Streichen über die Tasten erzeugt, wobei die Halb- oder Ganztonstufen einzeln hörbar bleiben, und auf der Harfe über die Saiten. Berühmt ist das Klarinettenglissando am Beginn von George Gershwins Rhapsody in Blue (1924).

Abzugrenzen ist das Glissando vom Portamento, dem einfühlsamen Überziehen von einer Note zur anderen im Gesang oder auf Streichern, das eher ein Ausdrucksmittel als ein Effekt ist, und von der Tonleiter, in der jeder Ton einzeln artikuliert wird. Auch vom Arpeggio, bei dem Akkordtöne nacheinander erklingen, ist es zu unterscheiden.

Spielpraxis

Plane beim Glissando Anfangs- und Zielton genau, denn beide sollen klar hörbar sein. Auf Streichinstrumenten gleite mit gleichmäßigem Fingerdruck und Bogenstrich; auf dem Klavier streiche mit dem Fingernagel oder Daumen über die Tasten und achte auf entspannte Hand.